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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Teil 1: Der Alte Kurpark

Eine Reihe Bad Sodener Frühlingsspaziergänge

von Adolf Albus

(06.04.2020) In der aktuellen schwierigen Zeit für uns alle, möchten wir Ihnen trotzdem immer wieder auch positive Impulse geben, um Sie von Sorgen und Nöten während der Krise etwas abzulenken. Deshalb starten wir heute mit unserer neuen Serie "Sodener Frühlingsspaziergänge".

Als Ausgangspunkt für einen herrlichen Frühlingsspaziergang in Bad Soden bietet sich der Alte Kurpark im Herzen der Stadt an, die älteste Parkanlage der Stadt. Der idyllische unter Denkmalschutz stehende Park mit altem prächtigen Baumbestand und schön angelegten Wegen auf einer Fläche von rund 42.000 Quadratmeter entfaltet gerade in dieser Jahreszeit mit seinem zarten Grün einen besonderen Reiz. 


Der erste Parkbereich entstand etwa ab 1820 um die Quelle VI (Wilhelms- und Schwefelbrunnen) bis zum Burgberg. Um 1832 fand eine Erweiterung der Anlage nach Süden bis etwa zur heutigen Kronberger Straße statt. Den nördlichen Gartenteil gestaltete um 1850 der Frankfurter Stadtgärtner Sebastian Rinz.
Diese Erweiterung entstand im Zusammenhang mit dem Bau des ersten Sodener Kurhauses, dort wo sich heute das H+ Hotel befindet.  Um 1858 erbohrte man den Solsprudel unterhalb des Kurhauses. Diese Quelle
schoss zeitweise bis zu sechs Meter in die Höhe und wurde zum Baden und Inhalieren genutzt. Um 1866 gestaltete der nassauische Hofgartendirektor Carl Friedrich Thelemann diesen Bereich. Heute sprudelt dort ein Springbrunnen, der jedoch nicht mit dem Wasser der Quelle betrieben wird. Nach dem Bau des Badehauses 1870/71 wurde auch der darauf bezogene Parkbereich unter der Leitung des Frankfurter Stadtgärtners Andreas Weber umgestaltet. 1909 kaufte die Gemeinde das Paulinenschlößchen mit dem dazugehörenden Park und gliederte es dem bestehenden Kurpark an. Die Umgestaltung übernahm die Frankfurter Gartenbaufirma Gebrüder Siesmayer, die auch mit der Pflege des Kurparks betraut wurde.1937/38 erbohrte man den Neuen Sprudel bis in eine Tiefe von 375 Metern. Der hohe Schwefelgehalt dieser Quelle lässt manche Spaziergänger die Nase rümpfen.
Den Charakter eines historischen Landschaftsgartens konnte sich der Alte Kurpark (untenstehendes Foto) bis heute bewahren. Zu Recht steht er unter Denkmalschutz und dient mit seinem alten Baumbestand, seinen Quellen und seinem Pflanzenreichtum als Ort der Ruhe und Erholung. Der Verein "Wir für Bad Soden" hat in Kooperation mit der Stadtgärtnerei 71 Bäume mit Informationsschildern versehen, auf denen der jeweilige Baum beschrieben wird.

Die Reihe Bad Sodener Frühlingsspaziergänge

  1. Der Alte Kurpark
  2. Das Badehaus im Alten Kurpark
  3. Das Paulinenschlößchen
  4. Der Burgberg mit dem Burgbergturm
  5. Das Medico-Palais
  6. Der Neue Kurpark
  7. Der Bad Sodener Bahnhof
  8. Die Königsteiner Straße
  9. Die Fußgängerzone: Adlerstraße und Platz Rueil-Malmaison
  10. Durch die Claussstraße in den alten Ortskern