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Letzte Aktualisierung: 18.05.2022

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Wie gut ist Microsoft Windows 11?

von Bernd Bauschmann

(10.05.2022) Nachdem Windows das weitaus häufigste Betriebssystem weltweit darstellt, findet die neue Version Windows 11 natürlich entsprechend große Beachtung. Welche Eigenschaften hat Windows 11 und soll man also eine Windows 11 Lizenz erwerben?

Foto: Unsplash / Windows
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Technische Details
Die Anforderungen an die Hardware sind relativ hoch, was einige Kritik ausgelöst hat. Microsoft zwinge die Nutzer, für Windows 11 ihre ältere Hardware auszumustern. Windows 11 lässt sich auf Geräten mit bestimmten Einschränkungen möglicherweise installieren, Microsoft garantiert für solche Anwendungen aber keine Updates.

In der Tat ist Windows 11 die erste Version dieses Betriebssystems, die nur für Prozessoren mit 64 Bit verfügbar ist. Es muss ein Intel-Prozessor der achten Generation oder ein vergleichbares Produkt von AMD eingesetzt werden. Des Weiteren muss der Computer über mindestens 4 GB RAM und einen Massenspeicher von wenigstens 64 GB verfügen.

Sicherheit
In vielen Organisationen gilt bereits das Prinzip des BYOD, also die Verwendung verschiedenster Geräte je nach Geschmack der Nutzer. Es ist aber klar, dass damit wesentliche Herausforderungen für die Sicherheit einhergehen. Wie sieht Windows 11 unter diesem Aspekt aus? Kann es für die Digitalisierung von Gemeindeverwaltungen sicher eingesetzt werden?

Wie an die Hardware wird an Vorkehrungen für Sicherheit ein hoher Anspruch gestellt. Secure Boot muss für Windows 11 aktiviert sein. Außerdem ist für den Betrieb ein Trusted Platform Module 2.0 Koprozessor erforderlich. Authentifizierung mit mehreren Faktoren und auf biometrische Art werden unterstützt. Man kann also feststellen, dass für die Sicherheit im Design von Windows 11 einige Anstrengungen unternommen worden sind. Eine entsprechende apparative Ausstattung vorausgesetzt, kann man für die Verwendung von Windows 11 die Sicherheitsaspekte positiv beurteilen.

Das Nutzererlebnis
Wenn man mit seinem Gerät die Anforderungen an die Hardware erfüllt, lässt sich von Windows 10 gratis ein Update auf Windows 11 durchführen.

Das User-Interface von Windows 11 wurde wesentlich überarbeitet. Fenster und andere Objekte werden mit abgerundeten Ecken dargestellt. Schatten, Durchsichtigkeit und neue Farben prägen den Desktop.

Die Taskbar ist im Gegensatz zur Vorversion fix am unteren Rand des Bildschirms positioniert.

Statt dem bisher verwendeten Microsoft Explorer findet in Windows 11 der Edge als Standardbrowser Verwendung. Statt Skype ist jetzt Microsoft Teams für Videokonferenzen integriert. Eine größere Neuerung stellt das Windows Subsystem for Android dar. Mit diesem WSA sind für Android geschriebenen Apps unter Windows 11 ausführbar. Diese Funktion wurde aber noch nicht öffentlich zur Verfügung gestellt und befindet sich noch in der Phase des Beta-Tests.

Versionen von Windows 11
Die Home-Version erfordert für die Installation ein Benutzerkonto bei Microsoft und eine Internetverbindung. Für die Pro-Version ist das nicht erforderlich. Darüber hinaus gibt es Windows 11 noch in der SE-Version, die für Bildungseinrichtungen vorgesehen ist. Sie ist auf möglichst wenig Ablenkung des Nutzers ausgelegt und erlaubt nur einem Administrator die Installation von zusätzlicher Software.

Fazit
Das Nutzererlebnis scheint einige Gewöhnung zu erfordern, aber erste Erfahrungen in dieser Richtung sind durchaus vielversprechend. Viele Nutzer werden die hohen Anforderungen an die Hardware nicht erfüllen wollen oder können. Das dürfte dazu führen, dass ältere Windows-Versionen noch einige Zeit weiter betrieben werden.