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Letzte Aktualisierung: 24.04.2024

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Skulpturen-Triennale Bingen 2023

von Ilse Romahn

(11.04.2023) Vom 6. Mai bis 8. Oktober 2023 findet zum 6. Mal die Skulpturen-Triennale der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung in Bingen am Rhein statt. Ermöglicht wird die Ausstellung durch ein engagiertes Team der Stiftung, der Stadt Bingen als Kooperationspartner, privaten Förderern, Unternehmern aus der Region sowie dem Stifter Kuno Pieroth mit Maria Gleichmann-Pieroth.

Skulpturen-Triennale Bingen 2023
Foto: Skulpturen-Triennale Bingen 2023
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Erneut gelingt es den beiden Kuratoren Lutz Driever und André Odier, 19 spannende und vielfältige künstlerische Positionen zu vereinen, die sich auf unterschiedlichen Wegen aktuellen Fragen zu dem diesjährigen Ausstellungsthema HIER UND JETZT nähern.

Die Skulpturen und Installationen der nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler beleuchten Themen, wie den Umgang mit Ressourcen, Folgen des Klimawandels und die Herausforderungen im Makrokosmos einer globalisierten Weltordnung. Ebenso setzen sie sich mit Alltagsfragen nach sozialer Gerechtigkeit und des gesellschaftlichen Zusammenlebens in lokalen Strukturen.

Die seit teils mehreren Jahrzehnten eine prominente Rolle in der internationalen Kunstwelt spielenden Künstler, wie die 1945 verstorbene Bildhauerin Käthe Kollwitz, der Kölner HA Schult, der seit über 20 Jahren mit seinen Trash People ein Mahnmal gegen die Ausbeutung der Umwelt setzt, Objektkünstlerin Christiane Möbus, die immer wieder den Balanceakt zwischen kritischer und politischer Weltsicht findet oder der 1950 geborene Bogomir Ecker sind mit teils ihrer Zeit voraus prägnanten Arbeiten vertreten.

Jüngere Positionen wie die 1996 geborene Performancekünstlerin Finja Sander, der Installationskünstler Fritz Bornstück oder die monumentalen Marmorskulpturen von Emma Jääskeläinen aus Finnland laden zu Neuentdeckungen ein. Vera Kox‘ Verwendung unkonventioneller Techniken und Materialien erfragen die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Der dänische Künstler Christian Falsnaes übernimmt dieses Mal mit seiner Performance „Front“ das Erschaffen einer „Skulptur“ für den Ort am Rhein, für das HIER UND JETZT in Bingen.

Die Künstlerin Stella Hamberg wird sich mit dem aktuellen Thema der Meeresverschmutzung auseinandersetzen und die deutsche Konzeptkünstlerin Mia Florentine Weiss schafft mit ihrer ikonischen LOVE/HATE -Skulptur in den Dialog von Liebe und Hass zu treten. Das Thema Wohnen für alle beschäftigt den Künstler Michael Beutler. Am Ende soll uns die Fahne „Alles wird gut“ von Simon Mullan Hoffnung machen, für alle Probleme eine Lösung zu finden.
Die Skulpturen-Triennale bietet erneut die Möglichkeit am Rheinufer sich „en passant“ Fragen zum HIER UND JETZT zu stellen, Ansichten zu überdenken und Raum für neuen Ideen zu schaffen.
 
Die Aufbauarbeiten der überwiegend großformatigen Arbeiten werden in den kommenden Wochen in Bingen beginnen.
Die Ausstellung erfährt eine besondere Alleinstellung durch ein variantenreiches Vermittlungsprogramm für die Besucher. Ein wesentlicher Bestandteil werden die öffentlichen Führungen sein, die von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der „Jungen Kunstvermittler“ – einem Projekt an Binger Schulen – konzipiert und durchgeführt werden. Auch wird dieses Jahr wieder ein umfangreicher Katalog erscheinen.
 
HIER UND JETZT – 6. Skulpturen-Triennale 2023 vom 6. Mai – 8. Oktober 2023 entlang des Rheinufers in Bingen und an ausgewählten Orten der Binger Innenstadt. Ausstellungskonzept: Lutz Driever & André Odier. Träger: Gerda & Kuno Pieroth Stiftung.

www.skulpturen-bingen.de