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Letzte Aktualisierung: 22.11.2019

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Zwei Azubis kochten meisterhaft

Nachwuchswettbewerb wurde zum festlichen Ereignis

von Norbert Dörholt

(05.11.2019) Da zeigte das Jungvolk den älter Gedienten mal so richtig, wo der Löffel hängt: Beim traditionellen Nachwuchswettbewerb „Frankfurt kocht kreativ“ am Samstag, wiederum im dieses Mal mit hübschen Lichtbändern an der Fassade geschmücktem Best Western Premier IB Hotel an der Friedberger Warte, siegte mit Max Wagner und Kilian Wulff vom Kempinski-Hotel Frankfurt Gravenbruch ein reines Azubi-Team.

Bildergalerie
Stolz zeigen die Sieger Max Wagner und Kilian Wulff ihre Urkunden.
Foto: Gerhard Seeger
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Das fröhliche Winken beim abschließenden Gruppenfoto zeigt, dass es offensichtlich allen Spaß gemacht hat.
Foto: Gerhard Seeger
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Ansonsten war es wiederum ein glanzvolles kulinarisches Erlebnis und eine gastronomische Werbung Erster Klasse für die Finanz- und Touristenmetropole Frankfurt. Und nicht nur für die Stadt Frankfurt: Ebenso war dieses fachlich wie gesellschaftlich strahlende Event eine eindrucksvolle Werbung für den Beruf des Kochs und zugleich Motivation für junge Köchinnen und Köche, ihre Kreativität zu entfalten und ihre Ideen zu verwirklichen.

Der Kochwettbewerb des Fördervereins für Jugend und Kochkunst e.V. und des Vereins der Köche Frankfurt e.V. fand bereits zum 7.Male statt, und wiederum war alles, was in der heimischen Gastronomie Rang und Namen hat, dabei und feierte einen hohen Leistungsstand der Frankfurter Jungköche.

Als Lohn für den ersten Platz unter den insgesamt sieben jeweils zweiköpfigen Teams von Jungköchen und mehreren reinen Azubi-Teams aus der Region erhielten die strahlenden Auszubildenden neben der wichtigen Urkunde einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro, ein Messer und ein Buchpräsent. Zweite wurden Cynthia Mahl Cruz und Salvatore Comeci vom Steigenberger Hotel Frankfurter Hof. Sie wurden neben der Urkunde mit einem Geldpreis von 300 Euro und einem Messer und dem Buch belobigt, und knapp dahinter folgten auf Platz drei Kim Wassermann und Lukas Weigold vom Gesellschaftshaus der BASF in Ludwigshafen, die dafür ebenfalls neben der Urkunde 200 Euro und ein Messer plus Buchpreis erhielten. Der Publikumspreis, bei dem die Gäste selbst nach subjektivem Empfinden Geschmack und Eindruck der Gänge werten durften, ging ebenfalls an das Team des Gesellschaftshauses der BASF. Der Preis: ein Barristakurs bei Lavazza Deutschland GmbH in Frankfurt.

Möglich gemacht hatte die Gestaltung des aufwändigen Ereignisses eine Vielzahl von Sponsoren, die den Frankfurter Profiköchen seit vielen Jahren die Treue halten. Der emsige 1. Vorsitzende des Vereins der Köche Frankfurt e.V. Marco Linnewedel, der aus den Strapazen der Vorbereitung kein Hehl machte, was das Publikum mit einem Sonderapplaus bedachte, bedankte sich bei der Begrüßung denn auch artig bei ihnen, vor allem bei den Hauptsponsoren TransGourmet Riedstadt, das Weingut Prinz von Hessen, Frankfurter Volksbank, Selgros Cash& Carry Eschborn, Frische Paradies Frankfurt, Lavazza Deutschland GmbH und noch viele mehr, die hier nicht alle aufgeführt werden können. Ganz besonders bedankte sich Linnewedel beim Direktor des Best Western Premier IB Hotels Michael Mauersberger, der wiederum Mensch und Material zur Verfügung gestellt hatte. Dafür war ihm übrigens im vergangenen Jahr die Goldene Ehrennadel des Vereins verliehen worden.

Ein besonderes Willkommen entbot Marco Linnewedel auch dem Jugendwart Michael Schneider und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins der Köche Frankfurt Olaf Schönegge.

Die Teams zauberten aus einem vorgegebenen Warenkorb kreative Kunstwerke, die sie aus einem weiteren Warenkorb mit Produkten, die sie verarbeiten konnten aber nicht mussten, zu erstaunlichen Kreationen verfeinerten. Aus diesem Warenkorb mussten sie ein Vier-Gang-Menü bestehend aus Vorspeise, Zwischengang, Hauptgang und Dessert zusammenstellen. Das Menü war in 5,5 Stunden für 14 Personen zu kochen.

Der Wettbewerb für Auszubildende und junge Köche stand unter dem Motto „Hessische, regionale Küche“. Teilnehmen können Köchinnen und Köche und Koch-Auszubildende bis 25 Jahre. Jedes Team besteht aus zwei Personen. Die Teilnehmer sollen aus den Hotel- und Restaurantbetrieben sowie aus Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung im Großraum Frankfurt am Main kommen.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Auszubildende und jungen Köchen als Team die Gelegenheit zu geben, ihr Können einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und sie in ihrer beruflichen Laufbahn zu fördern. Hier sollen sie ihre Kenntnisse und ihr Fachwissen im Wettbewerb zeigen und damit ihren Leistungsstandard mit dem der anderen Teilnehmer vergleichen können.

Allein schon die Bezeichnungen der Gerichte ließen den Gästen denn auch das Wasser buchstäblich im Munde zusammenlaufen: „Kürbis-Gorgonzola-Panna Cotta, Kürbis-Birnen Chutney, schwarze Nüsse `Sushi` von Emmer mit Lammbries und Kräutersaitlinge, gebratene Keule, confierte Keule von der Ente mit Zwiebel, Sellerie und Rosenkohl, Topfen-Mohnparfait mit Tonkahippe und Orange“, oder „Zweierlei vom Butternut Kürbis, Gorgonzola Espuma, geröstete Nüsse, marokkanischer Salat mit fritiertem Lammbries, Zweierlei von der Ente, Quittenjus, Wirsing und Rosmarinkartoffeln und Tonkabohnen-Mohnparfait, Vanille-Quarkbällchen, Zimtsauce.“ Und alles, ja alles schmeckte wahrhaft köstlich. Die Jury war nicht zu beneiden.

Die angehenden Kochkoryphäen standen unter strenger Beobachtung gleich zweier Jurys. Eine bewertete Herstellung, Hygiene, Teamarbeit und Kreativität. Ihr gehörten an die Küchenmeister Michael Nehrdich (Corperate Chef Rational Deutschland GmbH), Sascha Zwölfer (Vorstandsmitglied Verein der Köche Frankfurt am Main) und Georg Wallig (WACS Juror, Verein der Köche Trier).

Die andere Jury urteilte über Anrichteweise und Geschmack. Sie bestand aus den Küchenmeistern Oliver Klimaschewski (Top-Ausbilder und stellvertretender Jugendwart des Vereins der Köche Frankfurt), Klaus Böhler (Grand Senior und Top-Ausbilder) und Werner Manßhardt (Küchenchef Crowne Plaza Congress Hotel Frankfurt). – Sie wirkten bei der Siegerehrung, wen nimmt es wunder, nicht minder erschöpft als die Teilnehmer.