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Letzte Aktualisierung: 21.01.2022

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Weiter Zigarettenkippen sammeln im MTK

Woche der Abfallvermeidung: Aktion zum Umweltschutz wird fortgesetzt

von Adolf Albus

(29.11.2021) Der Main-Taunus-Kreis will seine Aktion zur Sammlung von Zigarettenkippen fortführen und ausweiten. Wie Kreisbeigeordnete Madlen Overdick zum Abschluss der „Woche der Abfallvermeidung“ im Main-Taunus-Kreis mitteilt, sind künftig nicht nur Verwaltungen, sondern auch Unternehmen aufgerufen, sich zu beteiligen.

Sandra Ellbogen (Stadt Kelkheim), Beate Ibiß (Geschäftsführerin RMD), Gerrit Lungershausen (VHS), Philipp Herbold (Stadt Hofheim) und Kreisbeigeordnete Madlen Overdick bei der Präsentation eines Teils der Sammelergebnis während der Woche der Abfallvermeidung.
Foto: MTK
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Die gesammelten Zigarettenkippen können zur zentralen Sammelstelle beim Wertstoffhof der Rhein-Main Deponie (RMD) in Flörsheim-Wicker gebracht werden. Informationen zu weiteren lokalen Sammelstellen, zum Beispiel auf den kommunalen Wertstoffhöhen, gebe es im jeweiligen Rathaus. „Mit einer Beteiligung an der Aktion kann jeder Einzelne einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, so Overdick.

An der Zigarettenkippen-Sammelaktion im Rahmen der „Woche der Abfallvermeidung“ haben sich die Städte Flörsheim, Hofheim und Kelkheim sowie die Gemeinde Sulzbach beteiligt. Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, ihre Zigarettenkippen aufzubewahren und an örtlichen Sammelpunkten abzugeben. Dafür wurden dann Taschenaschenbecher oder Klimasparbücher des Main-Taunus-Kreises ausgegeben. Die gesammelten Zigarettenkippen werden zur zentralen Sammelstelle bei der RMD gebracht und von dort der Aktion tobacycle zugeführt. Dann werden die Zigarettenkippen zum Teil zu Granulat für Behältnisse wie den Taschenascher verarbeitet. Verbleibende Reststoffe werden fachgerecht entsorgt.

Wie die Umweltdezernentin erläutert, verursachen weggeworfene Zigarettenkippen einen immensen Schaden in der Umwelt. Eine Zigarette könne bis zu 40 Liter Wasser vergiften. Rund 80 Prozent der Zigarettenkippen landen den Angaben zufolge in der Umwelt, die restlichen 20 Prozent über den Restmüll in Verbrennungsanlagen, was  „auch nicht optimal“ sei: Bei der Verbrennung entstünden Gase, und die Rohstoffe könnten nicht mehr genutzt werden.

Die Aktionswoche wurde durch die Europäische Union und vom Bund gefördert und vom Verband kommunaler Unternehmen in Deutschland koordiniert.