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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Wassermeister Drago Knezevic ist 25 Jahre bei der Gemeinde Kriftel

von Adolf Albus

(12.11.2020) Drago Knezevic wurde 1973 in Reutlingen geboren, besuchte in Kroatien die Schule und machte in Reutlingen später eine Lehre zum Gas- und Wasserinstallateur. Nach der Tätigkeit beim Ausbildungsbetrieb und einer Firma in Wiesbaden wechselte Knezevic am 1. November 1995 zur Gemeinde Kriftel.

Foto: Gemeinde Kriftel
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Seitdem ist er dort als Wassermeister tätig. Vergangene Woche gratulierten Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek dem zweifachen Vater mit einem Blumenstrauß und einem kleinen Geschenk zum 25. Dienstjubiläum. Aufgrund der Corona-Beschränkungen und dem dringenden Gebot, Kontakte zu reduzieren, fanden diesmal leider kein Sektumtrunk und auch kein Gespräch über Erlebnisse und Veränderungen in dieser langen Berufszeit statt.

„Ich arbeite gerne in Kriftel“, sagt Drago Knezevic gut gelaunt. Seine Aufgaben sind vielseitig, das Team ist klein, aber fein: Mit seinem Kollegen Kai Hofmann, gelernter „Ver- und Entsorger in der Fachrichtung Wasserversorgung“ und Marco Stanic, dem Vorarbeiter des Außendienstes, bildet er ein „perfektes“ Team. Knezevic hat 1999 die Meisterprüfung im Bereich „Installateur und Heizungsbauer“ bestanden. Als Wassermeister in Kriftel ist er mit Kai Hofmann für alles rund um das Trink- und Abwasser zuständig: „Wir sind zuständig dafür, dass die Gewinnung, Aufbereitung, Speicherung, Verteilung und Lieferung von Wasser reibungslos funktioniert“, erklärt er. Die Gemeinde verfüge derzeit über vier Brunnen, die „am laufen“ gehalten werden müssen. Die Tauchmotorpumpen hängen in circa 64 Metern Tiefe. „Ist ein Pumpenwechsel erforderlich, werden die Steigleitungen per Autokran aus der Tiefe gezogen und Rohr für Rohr demontiert“, so Knezevic.

Ist das Wasser gefördert, muss es aufbereitet und in Kesseln gereinigt, in den Hochbehältern an der Kleingartenanlage gespeichert, ins Krifteler Netz eingespeist und mit Hilfe von zwei Druckerhöhungsanlagen und einem insgesamt 47 Kilometer langen Rohrleitungsnetz an die Krifteler Haushalte verteilt werden. Alle zwei Wochen entnimmt das Institut Fresenius Wasserproben, um die Trinkwasserqualität zu überprüfen.

„Alle drei Wochen bin ich eine Woche lang rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Ich werde dann zum Beispiel angerufen, wenn es in einer Krifteler Straße zu einem Wasserrohrbruch gekommen ist“, erzählt er. Dann ist er mit den Kollegen für die Reparatur zuständig. „Wir bauen außerdem Wasserzähler ein und aus, nehmen Gartenzähler ab sowie Regenwasserzisternen und reinigen die drei Krifteler Springbrunnen.“ Auch TÜV-Abnahmen gehören dazu.