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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

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Umsatzeinbruch im hessischen Gastgewerbe

Rückgang fast um die Hälfte

von Karl-Heinz Stier

(22.02.2021) Das Gastgewerbe zählt zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Wirtschaftszweigen im Jahr 2020. So führten ausgebliebene Gäste aus dem In- und Ausland, abgesagte Veranstaltungen und geschlossene Unternehmen im Vergleich zum Jahr 2019 zu einem preisbereinigten Umsatzrückgang in Höhe von 46,4 Prozent.

Während die Umsätze im Januar und Februar 2020 vergleichsweise nur leicht unterhalb der jeweiligen Werte von Januar und Februar 2019 lagen, brachen sie zu Beginn des ersten coronabedingten Lockdowns im März 2020 um fast die Hälfte (47,1 Prozent) ein. In den Folgemonaten bewegten sich die Umsatzrückgänge stets im hohen zweistelligen Bereich.

Im Bereich der Beherbergung sanken die preisbereinigten Umsätze im gesamten Jahr 2020 um mehr als die Hälfte (54,7 Prozent). Der Tiefpunkt im Vergleich zum Vorjahresmonat mit einem Rückgang von 85,5 Prozent lag im April.

Auch auf die im Gastgewerbe tätigen Personen hat sich die Corona-Pandemie erheblich ausgewirkt: Es waren im Vergleich zum Vorjahr 16,0 Prozent weniger Personen tätig. 

Der größte Rückgang war im Dezember 2020 zu verzeichnen: Die Zahl der tätigen Personen sank im Vergleich zum Dezember 2019 um 28,4 Prozent. Dabei reduzierte sich die Zahl der in Vollzeit tätigen Personen um 13,9 Prozent, die Zahl der in Teilzeit tätigen Personen nahm sogar um 38,7 Prozent ab.