Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

Werbung

Tanja Seitz für Engagement als Integrationslotsin gewürdigt

von Adolf Albus

(15.09.2022) Im Rahmen eines Festakts im Schloss Biebrich hat Staatsekretärin Anne Janz vergangene Woche 25 Integrationslotsinnen und -lotsen für ihr ehrenamtliches Engagement gedankt, die stellvertretend für ihre Projektteams nach Wiesbaden kamen. Auch Tanja Seitz aus Kriftel war mit dabei.

Semiha Eroglu-Buch, Sozialarbeiterin der Gemeinde Kriftel, Staatsekretärin Anne Janz, Integrationslotsin Tanja Seitz und Carmen Jimenez, Vorsitzende des Ausländerbeirates Kriftel.
Foto: Gemeinde Kriftel
***

Integrationslotsinnen und -lotsen helfen Geflüchteten und Neuzugewanderten in den Kommunen und Kreisen, indem sie spezifische und häufig mehrsprachige Unterstützung auf Augenhöhe anbieten, um Schwierigkeiten zu überwinden. Viele sind schon seit Jahren in diesem Ehrenamt aktiv.

Tanja Seitz engagiert sich seit Mitte 2014 im Arbeitskreis Flüchtlinge „Willkommen in Kriftel“ und ist dort zuständig für Kinder und Familien, die Kleiderkammer und die Fahrradwerkstatt. Die Ausbildung zur Integrationslotsin hat sie 2017 absolviert. Sie kennt die Strukturen im Ort sehr gut, hat ein großes Netzwerk geschaffen und ist ausgesprochen gerne im Team tätig. Als Pädagogin ist sie im Lotsenteam die Fachfrau zu allem, was Familien und Kinder angeht. Außerdem ist sie Mitglied der Gemeindevertretung und des Kreistages und leitet als Vorsitzende den Krifteler Kinderbeirat. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich in der Koordinationsgruppe des Familienzentrums Kriftel.

Sprachhindernisse, fehlendes Wissen über bürokratische Strukturen und Gesetze sowie über Hilfsstrukturen seien Probleme, die den Alltag Zugewanderter prägten, so die Staatssekretärin. Ziel der Landesregierung sei es, dass sich alle Menschen, die in Hessen leben und nach Hessen kommen, zugehörig fühlten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten: „Oft sind es die Integrationslotsinnen und -lotsen, die die Menschen da abholen, wo sie stehen, ihnen auf Augenhöhe begegnen, vermitteln oder einfach zuhören. Nur so kann Teilhabe gelingen: indem man Fähigkeiten erkennt und fördert und Selbstvertrauen schafft“, so Anne Janz weiter.