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Letzte Aktualisierung: 27.05.2022

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Startschuss zur Bewerbungsphase des kulturellen Bildungsprogramms KUNSTVOLL

von Ilse Romahn

(17.01.2022) Gerade in Zeiten der Pandemie ist Förderung von Kreativität und Weiterentwicklung der Schüler durch Zusammenarbeit mit freischaffenden Künstlern und kulturellen Einrichtungen von großer Bedeutung. Mit dem Programm KUNSTVOLL werden bereits seit neun Jahren Projekte der Kulturellen Bildung in Frankfurt RheinMain gefördert.

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Foto: Kulturfonds Frankfurt RheinMain
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Dabei konnten die teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen gemeinsam mit den kooperierenden Kulturinstitutionen, Kulturschaffenden und Bildungseinrichtungen im Rahmen des Curriculums tolle Projekte entwickeln, die theoretisches Wissen und kulturelle Praxis vereinen. Neue Erfahrungen im Bereich Kunst und Kultur zu sammeln, steht ebenso im Zentrum des kulturellen Bildungsprogramms wie die Weiterentwicklung kreativen Denkens und der eigenen Persönlichkeit. Auch in diesem Jahr können sich Kooperationen aus mindestens einer Schule ab Sekundarstufe I und einem Kulturakteur bis Mitte April beim Kulturfonds bewerben. Die zehnte Förderrunde beginnt nach den Sommerferien 2022, die Abschlusspräsentationen finden am Ende des Schuljahres im Sommer 2023 statt.

Im Rahmen der KUNSTVOLL-Projekte können junge Menschen Kultur hautnah über ein ganzes Schuljahr erleben, ihre eigenen Ideen verwirklichen, mit Leben füllen und präsentieren. Die Erweiterung des eigenen Horizonts steht dabei stets im Mittelpunkt des Bildungsprogramms. Den Kindern und Jugendlichen dies zu ermöglichen, ist gerade in der andauernden Pandemie wichtiger denn je und kann ein Ankerpunkt in dieser schwierigen und bedrückenden Zeit sein, berichtet Karin Wolff, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain: „Im Jahr 2021 waren die Bewerbungszahlen für KUNSTVOLL der Pandemie zum Trotz wieder rekordverdächtig hoch. Darauf hoffen wir natürlich auch in diesem Jahr, da vor allem den Kindern und Jugendlichen in den beiden vergangenen Jahren und wohl leider auch in der kommenden Zeit sehr viel abverlangt wurde und wird. Trotz dieser Zeit gilt es, der Lust auf Kultur eine Perspektive zu geben und Raum zu schaffen, damit sie sich auf die Suche nach Antworten auf ihre Lebensfragen begeben können. Wir freuen uns auf zahlreiche Anträge auf einem hohen künstlerischen Niveau und mit klugem Vermittlungskonzepten aus dem
gesamten Fördergebiet – von Hanau bis Wiesbaden, von Darmstadt bis Bad Homburg. Es ist essenziell, dass Kultur im Schulalltag nicht nur sichtbar, sondern integriert und somit gemeinsam erlebbar wird.“

Der Kreativität sind bei den Projektbewerbungen keine Grenzen gesetzt, gefördert werden unterschiedlichste Projekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur, Medien und Musik sowie interdisziplinäre Vorhaben. Eines der aktuell 26 laufenden KUNSTVOLL-Projekte ist „Performance Reloaded“, eine Kooperation zwischen den Burgfestspielen Bad Vilbel, dem Förderverein Besucherinitiative Burgfestspiele Bad Vilbel e.V. und dem Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel. Nach Lockdown im weitesten Sinne wird der erweiterte Kunstbegriff der klassischen Performance neu aufgeladen und zum Anlass genommen, um wieder gemeinschaftlich zu arbeiten und in „Aktion(skunst)“ zu treten. Das Projekt befasst sich mit der Frage, was die Künstlerinnen und Künstler bewegt hat und was uns heute bewegt. Mit dem Vorleistungskurs Kunst der Jahrgangsstufe 11 entstehen derzeit Kunstwerke, die sowohl individuell für sich stehen als auch Teil gemeinsam entwickelter Performanceszenen sind. Die „(Gesamt)kunstwerke“ münden am Ende des Schuljahres 2021/2022 in eine Ausstellung mit Aufführungscharakter im Stadtkern von Bad Vilbel.

Neugierig? Bewerben Sie sich bis zum 15. April 2022!
Wer? Bewerben können sich öffentliche oder private gemeinnützige Kultureinrichtungen oder -initiativen aller Sparten, öffentliche oder private gemeinnützige, allgemeinbildende Schulen ab der Sekundarstufe I sowie berufsbildende Schulen und Kultureinrichtungen aus den Städten Bad Vilbel, Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Oestrich-Winkel, Offenbach und Wiesbaden sowie aus dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis.
Was? KUNSTVOLL fördert Kreativität und eine große Bandbreite an kulturellen Aktivitäten. Kunstsparte, Thema und Form der Projekte können frei gewählt werden. Gute Chancen auf Förderung haben Projektideen, die die Schülerinnen und Schüler partizipativ und kontinuierlich über ein Jahr einbinden und die sich an deren Erfahrungsstand orientieren. Begrüßt wird auch, wenn die Ideen tatkräftige Unterstützung durch Schulleitung und Kollegium erhalten und die Themen im Lehrplan wie in verschiedenen Unterrichtsfächern integrierbar sind. Dabei sollen die Planung und Umsetzung der Kulturprojekte gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern sowie den Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittlerinnen sowie den Lehrenden erarbeitet werden.
Wie? Bewerbungen von Schulen und Kultureinrichtungen können ab sofort bis zum 15. April 2022 über das KUNSTVOLL-Online-Antragsportal eingereicht werden.

Unter http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll finden Interessierte den Link zum Portal und alle Informationen rund um das kulturelle Bildungsprojekt, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsverfahren sowie entsprechende Antragsformulare.

Der Kulturfonds unterstützt während des Bewerbungsprozesses sowie bei der Suche nach einer passenden Kooperationspartnerin bzw. einem passenden Kooperationspartner. Alle Einrichtungen, die an KUNSTVOLL teilnehmen möchten und noch eine Kooperationspartnerin bzw. einen Kooperationspartner suchen, können sich im Vorfeld auf der Homepage des Kulturfonds (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/antrag-stellen) listen lassen.

Fragen sind zu richten an: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, z. H. Nina Koch, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe, Tel. (06172)9994695 – Mail: kunstvoll@kulturfonds-frm.de

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahr 2007 auf Initiative der Hessischen Landesregierung als gGmbH mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert vor allem Projekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft und daneben auch regional vernetzende Kulturaktivitäten.
Vorsitz des Kulturausschusses: Dr. Ina Hartwig; Vorsitz des Kuratoriums: Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann; Geschäftsführerin: Karin Wolff;Kuratorin und stellv. Geschäftsführerin: Dr. Julia Cloot.