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Letzte Aktualisierung: 02.04.2020

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Spatenstich für 81 geförderte Mietwohnungen am ehemaligen Güterbahnhof

von Ilse Romahn

(20.02.2020) Im Frankfurter Ostend fiel jetzt auf einem der letzten freien Grundstücke auf dem ehemaligen Areal des Güterbahnhofs der Startschuss für den Bau von Wohnungen und eine Kindertagesstätte gebaut.

ABG-Geschäftsführer Frank Junker (3. v. l.) und Oberbürgermeister Peter Feldmann (4. v. l.) beim Spatenstich
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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Im so genannten „Schwedler-Carré II“ entstehen im Westen des Quartiers in der Gref-Völsing-Straße 17 und 21 in Mehrfamilienhäusern 81 Wohnungen, von denen 47 im ersten Förderweg gefördert werden. Weitere 34 Wohnungen werden im so genannten „Frankfurter Mittelstandsprogramm“ an den berechtigten Personenkreis zu vergünstigten Mietpreisen angeboten. Die Kindertagesstätte mit Hausnummer 19 wird beide Gebäude im Erdgeschoß verbinden.

Die Wohnungen und die Kita für die ABG Frankfurt Holding werden von dem Frankfurter Immobilienentwickler Max Baum als Totalübernehmer schlüsselfertig gebaut und wurden von der ABG Frankfurt Holding inklusive des Grundstücks erworben. Der Immobilienentwickler realisiert auf dem Areal ein weiteres Gebäude mit 35 Wohnungen, die er selbst vermietet.

„Dieser Teil des Ostends hat sich in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten entwickelt. Ich begrüße es sehr, dass die ABG hier schon bald auch attraktive Mietwohnungen für Bewohner mit kleinerem Geldbeutel überwiegend für deutlich unter 10 Euro anbieten wird. Mit der Kindertagesstätte vor der Haustür sind diese Wohnungen ideal für junge Familien“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann beim Spatenstich für das Projekt am Mittwoch, 19. Februar. „Wir werden hier markante Gebäude erwerben, die sich nahtlos in die hohe architektonische Qualität der Nachbarschaft einfügen werden“, betonte ABG-Geschäftsführer Frank Junker die städtebauliche Qualität des Quartiers. Die Mehrfamilienhäuser werden im Energiestandard KfW 55 als „Frankfurter Aktivhaus“ mit Fernwärmeanschluss errichtet.

Um auch in den Wohnungen, die an den Bahngleisen liegen, einen hohen Schallschutz sicherzustellen, werden dort vor die Fassade zusätzlich sogenannte Prallscheiben aus Glas montiert. „Damit wird sichergestellt, dass die Bewohner hier auch bei geöffnetem Fenster gut schlafen können“, so Junker.

Im ersten Bauabschnitt wird eine gemeinsame Tiefgarage mit 45 Stellplätzen gebaut, die unter den beiden künftigen Gebäuden der ABG, der Kita und dem Mehrfamilienhaus der Max Baum Immobilien liegt. Im Mai sollen die Rohbauarbeiten an den Wohngebäuden beginnen. Der Wohnungsmix in den Gebäuden der ABG wird vor allem aus 2- und 3-Zimmer-Wohnungen mit circa 50 bis 75 Quadratmetern Wohnfläche bestehen. Darüber hinaus werden auch jeweils sechs Wohnungen mit vier und fünf Zimmern für größere Familien entstehen. Die 47 Wohnungen im ersten Förderweg wird die ABG für etwa 5,50 bis 6,50 Euro je Quadratmeter vermieten.

Bei den Wohnungen, die im „Frankfurter Mittelstandsprogramm“ gefördert werden, liegen die Mietpreise bei 8,50 bis 10,50 Euro je Quadratmeter, äußerte der ABG-Geschäftsführer.

Das Schwedler Carré ist inzwischen fester Bestandteil des aufstrebenden Frankfurter Ostends. Dort ist ein modernes Quartier mit Einzelhandel, Büros, zeitgemäßes Arbeiten und Wohnen entstanden. Im Rahmen der Quartiersentwicklung des Schwedler Carrés wurden bereits 392 Mietwohnungen, 3 Bürohäuser sowie der Kindergarten für die EZB fertiggestellt. Entwicklerin des 40.000 Quadratmeter großen Areals ist die Max Baum Immobilien.

Der Standort ist sehr gut an den ÖPNV angebunden. Der Ostbahnhof mit der U-Bahnstation liegt nur wenige Minuten Fußweg entfernt, in der Hanauer Landstraße fahren Straßenbahnen und Busse. Ende 2021 soll die Vermietung beginnen. (ffm)