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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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So gesund ist Wandern und so wandern Sie gesund

Tipps für die homöopathische Wanderapotheke

von Ilse Romahn

(15.08.2022) Wenn goldenes Licht uns nach draußen zieht, beginnt die schönste Zeit für ausgedehnte Wanderungen durch die in Herbstfarben getauchte Natur. Immer im Gepäck: eine kleine Wanderapotheke. Apotheker und Heilpraktiker Hans Wilhelm gibt Tipps, mit welchen Mitteln wir auf allen Wegen bei Muskelschmerzen, kleinen Verletzungen oder Sonnenbrand gut gewappnet sind.

Golden ist das Licht, die Temperaturen milde nach der Hitze des Sommers, das Laub von Wäldern und Weinhängen färbt sich langsam bunt. Es zieht uns magisch nach draußen. Jetzt beginnt eine besonders schöne Zeit für Streifzüge in heimischer Natur und für Wanderungen in den Bergen.

Wandern für Körper und Seele
Klare Luft und weite Natur tun Körper wie Seele gut: Der Blick von einem Berg aus lässt unsere Alltagsprobleme auf gesunde Weise wieder kleiner wirken. Wir atmen beim Wandern entspannt im Rhythmus des Gehens, tanken tief Sauerstoff und Lebensfreude. Kreislauf- und Muskeltraining gibt es beim bergauf-bergab gratis dazu. Ein weiterer positiver Aspekt unserer Ausflüge in die Herbstwelt: Wandern hilft, unsere Gelenke fit zu halten. „Regelmäßige und schonende Bewegung – etwa beim Radfahren oder auch beim moderaten Wandern – bewirkt, dass Gelenke wieder mehr Gelenkschmiere produzieren. Schmerzen, etwa durch Gelenkverschleiß, können so reduziert werden“, weiß der Apotheker und Heilpraktiker Hans Wilhelm.“ Wer schon Probleme mit den Gelenken hat, sollte die Knie mit Wanderstöcken entlasten.

Das gehört in jede Wanderapotheke
Erfahrene Wanderer wissen, dass unterwegs auch mal kleinere Blessuren auftreten können. Gutes Schuhwerk und feste Socken schonen die Füße, trockene Ersatzsocken sowie eine Salbe beugen Blasen vor. Alpen- und Wandervereine empfehlen zudem eine sinnvoll bestückte Wanderapotheke für jeden Wanderrucksack. Denn schnell ist man auf unebenen Pfaden umgeknickt oder es zwickt eine Blase am Fuß. Tatsächlich sind Blasen die häufigste Wanderverletzung. Aber auch Prellungen, Verstauchungen und Schürfwunden können die Wanderfreude jäh trüben.

„Blasenpflaster, Verbandsmaterial, Hydrokolloidpflaster und Mittel zur Wundreinigung sollten unbedingt in die Notfalltasche. Auch ein kühlendes Gel, das Hautbrennen lindern kann, gehört hinein“, erinnert Hans Wilhelm. Zur Linderung von Beschwerden nach stumpfen Verletzungen wie Prellungen und Zerrungen oder Muskelschmerzen nach Überlastung sollten eine Salbe und Schmerztabletten eingepackt werden. Ebenfalls nicht vergessen: ein Mittel, das bei Waden- und sonstigen Muskelkrämpfen hilft, etwa Magnesium.

Sanfte Hilfe aus der Natur
„Typische Beschwerden bei längeren Wanderungen sind Muskel- und Gelenkschmerzen. Viele Hobbywanderer nehmen sich auf ihren ersten Touren zu viel vor. Wichtig ist deshalb, lieber mit kürzeren Strecken zu beginnen und Anzeichen von Ermüdung ernst zu nehmen“, erläutert der Apotheker Hans Wilhelm.

Wenn es in den Beinen trotzdem mal unangenehm zwickt und zwackt oder Höhenluft und Sonne zu Kreislaufbeschwerden oder Übelkeit führen, setzen viele Wanderer gerne auch auf homöopathische Arzneimittel. Diese lindern Beschwerden sanft und wirksam.

Für das Wandergepäck ist etwa Arnica comp. Gel (von DHU, Apotheke) bei Muskelschmerzen und stumpfen Verletzungen eine sinnvolle Ergänzung. Die leichte Geltextur kühlt angenehm und verschmiert die Kleidung nicht.

Ein weiterer bewährter und gut verträglicher Wirkstoff aus der Natur ist Rhus toxicodendron. Als eines der bekanntesten und ältesten Heilmittel der Homöopathie wird es bei rheumatischen Schmerzen des Bewegungsapparates eingesetzt. Praktisch für die Wanderapotheke ist zum Beispiel DHU Rhus comp. Gel zur äußeren Anwendung direkt an der schmerzenden Körperstelle bei rheumatischen Schmerzen in Knochen, Knochenhaut und Gelenken, Sehnen und Muskeln. Zur inneren Anwendung kann die Wanderapotheke auch mit Rhus toxicodendron D6 DHU in Tablettenform ergänzt werden.

Ebenfalls beliebt für die Wanderapotheke ist Nux vomica D6 DHU bei Magenkrämpfen und Übelkeit. Denn Hüttenessen ist oft fett und kann zu Bauchgrummeln und Sodbrennen führen.

Sonnenschutz und Trinken nicht vergessen
Auch Sonnencreme gehört in jeden Wanderrucksack. Regelmäßiges Nachcremen unterwegs ist wichtig, denn leicht unterschätzt man im Herbst die Intensität der Sonneneinstrahlung. Falls es doch passiert ist: Calendumed Gel® (von DHU, Apotheke) kühlt bei Sonnenbrand angenehm und lindert Schmerzen, Rötungen und Spannungsgefühle. Etwas Gel dünn auf die betroffenen Hautpartien auftragen.

Und noch etwas sollten Wanderer nie vergessen: Immer ausreichend zu Trinken mitnehmen! Denn oft kommt es anders als man denkt und die Lieblingshütte hat just geschlossen. Da man beim Wandern dauernd in Bewegung ist und der Körper viel Flüssigkeit braucht, sollte man alle 30-60 Minuten etwas trinken, damit man nicht dehydriert. Sonst kann es zu Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen kommen.

Apotheker und Heilpraktiker Hans Wilhelm hat noch einen Tipp für besonders gesundes Wandern: „Am besten nehmen Sie auch einige liebe Menschen als Wanderkameraden und -kameradinnen mit. Man spornt sich gegenseitig an, unterhält sich angenehm und kann sich im Fall der Fälle natürlich auch helfen. Zusammen macht Wandern einfach noch mehr Spaß und gemeinsame Erinnerungen schweißen uns zusammen. Davon zehren wir dann auch noch lange nach der Wanderzeit.“

Individuelle Wanderapotheke
Es gibt viele bewährte homöopathische Wirkstoffe für die Wanderapotheke, die beispielsweise als kompaktes Globuli-Fläschchen gut in jeden Wanderrucksack passen. Etwa Arnica, eine der bekanntesten Heilpflanzen, ist das beliebteste homöopathische Mittel überhaupt. Die Globuli sind praktisch für unterwegs (z.B. Arnica D6). Bei der individuellen Ausstattung und Ergänzung ihrer Wanderapotheke beraten Sie Homöopathie-erfahrene Ärzte, Heilpraktiker oder Apotheker gerne. Alle homöopathischen Mittel sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.