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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

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Seltene Erkrankungen: Lupus mit Labortests diagnostizieren

von Ilse Romahn

(23.02.2021) Rund 40.000 Menschen in Deutschland leiden an Systemischem Lupus erythematodes (SLE). Die Krankheit wird durch das körpereigene Abwehrsystem verursacht und gehört zu den seltenen entzündlichen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis. Sie greift auch die Gefäße und Organe des Organismus an.

Zum Tag der Seltenen Erkrankungen am Sonntag, 28. Februar, informiert das IPF: Sowohl bei der Diagnose als auch bei der Früherkennung von möglichen Folgeerkrankungen helfen Labortests.

Vom klinischen Verdacht zur Labordiagnostik
Die Symptome von SLE können sich ganz unterschiedlich äußern. Fieber, Müdigkeit und Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, die zu Beginn der Erkrankung auftreten. Auch geschwollene Gelenke und ein rötlicher Hautausschlag über Nase und Wangen können auf SLE hinweisen. Um der Erkrankung auf die Spur zu kommen, nutzen Ärzte Labortests. Dazu gehört zunächst ein sogenanntes „Screeninglabor“. Es besteht aus einem genauen Blutbild, einer Blutsenkung sowie einem Test auf antinukleäre Antikörper (ANA). Die Blutuntersuchung gibt Hinweise auf Entzündungen im Körper, die Ursache für erhöhte Antikörperwerte muss mit weiteren Labortests geklärt werden. Da SLE häufig auch die Nieren schädigt, empfehlen Experten für das Screeninglabor auch, den Urin zu testen.

Kontrolluntersuchungen mit Labortests
Systemischer Lupus erythematodes verläuft in Schüben. Studien haben gezeigt: Steigt der Wert von sogenannten dsDNA-Antikörpern (Antikörper gegen doppelsträngige Desoxyribonukleinsäure) an, ist in den nächsten Monaten mit einem neuen Krankheitsschub zu rechnen. Regelmäßige Labortests zeigen an, wie aktiv die Erkrankung ist. Bei Betroffenen sollten darum alle drei bis sechs Monate zusätzliche Tests erfolgen. Dabei bestimmen Labormediziner nicht nur den Wert der dsDNA-Antikörper, sondern untersuchen unter anderem auch die Gesundheit der Nieren und der Leber anhand von Blut- bzw. Urinwerten.

Weitere Informationen enthalten der Beitrag „Im Fokus: Seltene Erkrankungen“ auf www.vorsorge-online.de sowie das IPF-Faltblatt „Blutsenkung und Blutbild“. Es kann heruntergeladen oder bestellt werden. Weitere Bestellmöglichkeit: IPF-Versandservice, Postfach 12 44, 63552 Gelnhausen. Dabei unbedingt Titel, Namen und vollständige Adresse angeben.