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Letzte Aktualisierung: 02.04.2020

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Schöne Zähne auch im Alter / Moderne Implantate an nur einem Tag

von Ilse Romahn

(21.02.2020) Seit einigen Jahren werben viele Zahnarztpraxen mit Zahnersatz für den kompletten Kiefer, der sich innerhalb eines Tages einsetzen lässt. Allerdings strapazieren diese aufwendigen Sofortversorgungen oftmals den schmalen Geldbeutel vieler Patienten.

Dr. Christoph Sliwowski, Leiter der Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf im St. Vinzenz-Krankenhaus, schließt mit seinem neuartigen SOS-Click-System die Lücken zwischen hohen Kosten und langen Einheilzeiten. Vor allem ältere Menschen profitieren zudem von der einfachen Handhabung.

Trick mit Klick
Oftmals lässt im Alter die Feinmotorik nach und die Griffkraft von Senioren wird, beispielsweise aufgrund von Arthrose, schwächer. Herausnehmen, Einsetzen und Reinigen des eigenen Zahnersatzes gestaltet sich somit häufig schwer. Im Gegensatz zu anderen Implantatlösungen kommt beim modernen SOS-Click kein Riegelsystem zum Einsatz, bei dem Betroffene erst einen kleinen Stift in die vorgegebene Gebissöffnung justieren müssen, um den Zahnersatz zu befestigen. „Stattdessen verbindet ein sogenannter Reiter aus speziellem Kunststoff wie bei einem Druckknopf die Prothese mit der auf den Implantaten sitzenden Verankerung“, erläutert Dr. Sliwowski und betont: „Insbesondere für Patienten, die unter zittrigen Händen leiden, eignet sich diese unkomplizierte Handhabung. Sie können nun ihre Prothese mit nur einer Hand sowohl einsetzen als auch problemlos wieder herausnehmen.“ Um auch weiterhin optimalen Halt zu gewährleisten, tauscht der Experte das Verbindungsglied bei jährlichen Kontrollterminen aus, da sich der Reiter durch tägliche Benutzung weiten kann. Patienten wählen hier zwischen fünf verschiedenen Stärken, der Preis bleibt mit etwa 10 Euro pro Wechsel der gleiche. Entscheiden sich Patienten für das Click-System, kommen Kosten von etwa 3.500 Euro auf sie zu – also halb so viel wie bei vergleichbaren Systemen. Abhängig von der individuellen Situation übernehmen Krankenkassen einen Teil der entstehenden Summe.

Schnelle Behandlung – lange Freude
Mit einem digitalen Volumentomografen, kurz DTV, erstellt der Zahnarzt zuerst ein dreidimensionales Bild der Kiefersituation. Diese Informationen dienen als Grundlage zur Planung des Eingriffes. Im nächsten Schritt platziert der Experte mit einer Schablone unter lokaler Betäubung zwei Implantate an den geplanten Stellen im Unterkiefer. Daran befestigt er im Anschluss die spezielle Stegkonstruktion, die sich mit der eigenen Prothese des Patienten durch einfaches Klicken verbindet. Dieses Verbindungsstück passt das Labor parallel zum Eingriff innerhalb kürzester Zeit an, sodass der Implantologe die Prothese noch am gleichen Tag einsetzen kann. „Normalerweise dürfen Patienten einzelne Implantate nicht sofort belasten. Jedoch bewegen sich die zwei gesetzten Pfeiler aufgrund des Stegs zwischen den künstlichen Wurzeln nicht, sodass diese sicher und schnell einheilen. Daher kehren Patienten ohne Schmerzen oder Schwellungen direkt in ihren Alltag zurück und können sofort wieder beherzt zubeißen“, erklärt Dr. Sliwowski.

Weitere Informationen unter www.zahnimplantat-klinik-duesseldorf.de