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Letzte Aktualisierung: 07.04.2020

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Philharmonia Orchestra am 22. März in der Alten Oper

von Ilse Romahn

(12.03.2020) Mit zunehmendem Alter und stetig wachsender Erfahrung im Dirigat der Werke Gustav Mahlers würden sich die Dinge vereinfachen, antwortete Esa-Pekka Salonen einmal auf die Frage, inwieweit sich seine Sicht auf Mahler über die Jahre verändert habe.

Esa-Pekka Salonen
Foto: Annick Ramp
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„Ich versuche, weniger zu machen, weniger hineinzudichten, sondern die Werke organischer zu machen“, sagt Salonen, gleichwohl wissend um den Reichtum und die vielen abrupten Stimmungsumbrüche innerhalb der Mahler-Sinfonien. Das gilt auch für seinen Zugang zu Mahlers neunter Sinfonie, die auf dem Programm steht, wenn der Dirigent am Sonntag, 22. März 2020, von 19.00 Uhr an der Einladung in den Großen Saal der Alten Oper Frankfurt folgt. Gemeinsam mit dem von ihm seit 2008 geleiteten Londoner Philharmonia Orchestra interpretiert er Mahlers letzte vollendete Sinfonie, ein Werk, das von Abschied und Abschluss erzählt. „Es ist eine Art Zusammenfassung am Ende des Lebens“, sagt Salonen. „Ich bin stets furchtbar bewegt von der Neunten. Von dieser Musik hat man niemals genug.“

Das Thema Abschied ist auch dem zweiten Werk des Abends eingeschrieben: Alban Berg komponierte sein Violinkonzert 1935 unter dem Eindruck des Todes von Manon Gropius, der Tochter von Alma Mahler und Walter Gropius. „Dem Andenken eines Engels“ widmete Berg daher sein Konzert, das zu einem zentralen Gattungsbeitrag des 20. Jahrhunderts wurde – und zugleich zu Bergs eigenem künstlerischen Vermächtnis wurde. Kurz nach der Vollendung starb er 50-jährig an einer Blutvergiftung. Den Solopart übernimmt mit Christian Tetzlaff einer der führenden Geiger seiner Generation. Das Berg-Violinkonzert zählt seit vielen Jahren zu den Werken, die er besonders wertschätzt, wohl wissend, dass es nur auf die schlichte, naive Tonsprache zu hören gilt: „Lass uns dem einfach folgen – und vertrauen“.

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