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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Museen verwandeln sich am letzten Satourday in diesem Jahr zu sprechenden Orten

von Ilse Romahn

(28.11.2019) Hallo? Wer spricht da? An diesem Satourday am Samstag, 30. November, muss man schon genauer hinhören und sehen. Denn beim Familienprogramm in den Museen werden Kunstwerke zum Sprechen gebracht.

Wie an jedem letzten Samstag im Monat laden die 16 städtischen Museen bei freiem Eintritt in ihre Sonder- und Dauerausstellungen ein.

„Das Besondere an unserem Satourday ist nicht nur der freie Eintritt für Interessierte aller Altersklassen in die städtischen Museen, sondern auch das liebevoll gestaltete Familienprogramm, das sich die Häuser Monat für Monat überlegen“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Der Satourday ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Bildung in unserer Stadt!“

Insgesamt sieben Museen bieten am Samstag wieder Familienprogramm für Kinder ab sechs Jahren an. Besucher des Archäologischen Museums reisen von 15 bis 16.30 Uhr zum „Burgberg von Bratislava“ und werten gemeinsam mit Archäologin Sara Martin Ausgrabungsfunde aus. Das Deutsche Architekturmuseum zeigt, dass unsere Stadt nicht lautlos ist: Geräusche von Wind, Fahrzeugen und Lebewesen, Schattenbilder auf Fassaden, Wegen und Plätzen erzählen über Tageszeit und Sonnenstand. Inspiriert von indischen Gitterornamenten entstehen von 11 bis 15 Uhr Holzrahmen, gefüllt mit Formen und Mustern. Um Filmkulissen geht es im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Bei Vorstellungen um 11 und 12 Uhr erfahren Familien alles über die Auswahl von Filmorten und ihre Bedeutung für die Handlung und Atmosphäre des ganzen Films. Bei einer interaktiven Führung im Historischen Museum geht es von 15 bis 17 Uhr im Saalhof, dem Wohnort der staufischen Könige und Kaiser, auf Spurensuche. Ein besonderes Highlight ist der Reichsschatz in der mittelalterlichen Saalhofkapelle. Im Museum Giersch der Goethe-Universität geht es hingegen auf Spurensuche in der lokalen Frankfurter Kunstszene. Die Familienführung um 11 Uhr stellt den Künstler Georg Heck und sein Werk vor. Spuren seiner Arbeiten lassen sich bis heute auch im öffentlichen Raum Frankfurts entdecken. Von lustigen Hauszeichen über ungewöhnliche Berufe gibt es in den verwinkelten Ausgrabungen im Museum Judengasse einiges zu entdecken. Bei der Mitmachführung für Groß und Klein erfahren Familien spielerisch mehr über den Alltag und die Bewohner der Frankfurter Judengasse. Im Museum MMK für Moderne Kunst passieren diesen Samstag merkwürdige Dinge: Die Kunstwerke fangen an zu sprechen und laden zu einem Interview ein. Neugierige Reporter sind eingeladen, aus ge- und erfundenen Geschichten eine Reportage zu basteln.

Der Satourday findet am letzten Samstag des Monats statt. Unter wechselndem Motto bieten teilnehmende Museen ein Familienprogramm an. Um an den Angeboten im Deutschen Architekturmuseum, im Museum MMK für Moderne Kunst und im Historischen Museum teilnehmen zu können, wird um vorherige Anmeldung gebeten.

Informationen zur Anmeldung und das Satourday-Programm liegen zum Download unter http://www.museumsufer-frankfurt.de bereit.  (ffm)