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Letzte Aktualisierung: 18.06.2021

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Lesungsreihe ‚Frankfurter Premieren‘ wird digital fortgesetzt

von Ilse Romahn

(09.06.2021) Lesung und Gespräch mit Andreas Platthaus zu ‚Lyonel Feininger‘ ab sofort als Stream auf http://www.frankfurter-premieren.de

Die vom Kulturamt Frankfurt organisierte Lesungsreihe Frankfurter Premieren stellt neue Bücher mit Frankfurt-Bezug vor. In der sechsten Folge des Jahres 2021, die als Videoaufzeichnung präsentiert wird, spricht Andreas Platthaus über sein neues Werk „Lyonel Feininger. Portait eines Lebens“ (Rowohlt Berlin) mit Lisa Zeitz, Chefredakteurin des Magazins Weltkunst. Das Video steht ab sofort im YouTube-Kanal des Kulturamts Frankfurt am Main und unter http://www.frankfurter-premieren.de bereit.

Amerikaner von Geburt und Berliner aus Neigung, verbrachte der Karikaturist, Maler und Bauhauslehrer Lyonel Feininger eine Hälfte seines Lebens in Deutschland. Hier wurde er zu dem Künstler, als der er in die Kunstgeschichte eingegangen ist, und hier gründete er zwei Familien. Dass er, ein dezidierter Modernist und in zweiter Ehe mit einer Jüdin verheiratet, erst 1937 Nazi-Deutschland verließ, gehört zu den Merkwürdigkeiten, die dieses so reiche und lange Künstlerleben ausmacht. Für seinen Biografen Andreas Platthaus, der bei mehrmonatigen USA-Aufenthalten den Feininger-Nachlass erforscht und dabei bislang unpublizierte Quellen entdeckt hat, ist Lyonel Feininger „ein Exempel für die Ambivalenz des 20. Jahrhunderts, für dessen Zwiespalt zwischen absoluter Modernität im Ästhetischen und politischem Totalitarismus“. Entstanden ist eine faszinierende Künstler-Biografie, die eine Lektüre unbedingt lohnt.

Andreas Platthaus leitet das Ressort Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die er seit 1992 schreibt, und ist Autor zahlreicher Bücher, darunter die große Darstellung der Völkerschlacht bei Leipzig, „1813“, und das Amerika-Porträt „Auf den Palisaden“. Andreas Platthaus lebt in Leipzig und Frankfurt am Main.

Die Kunsthistorikerin und Journalistin Lisa Zeitz ist Chefredakteurin des Magazin Weltkunst.

Einige von dem Autor signierte Bücher sind in der Autorenbuchhandlung Marx & Co, Grüneburgweg 76, und im Buchladen Land in Sicht, Rotteckstraße 13, erhältlich.

Die Veranstaltung mit Andreas Platthaus und Lisa Zeitz ist eine Kooperation des Kulturamts Frankfurt am Main mit der Evangelischen Akademie Frankfurt und wird gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds.
Die Digitalisierung der Reihe wird in loser Folge fortgesetzt.

Bisher sind in der Reihe Frankfurter Premieren digital erschienen
#1 Ingo Schulze im Gespräch mit Alf Mentzer – „Die rechtschaffenen Mörder“
#2 Julia Malik im Gespräch mit Bärbel Schäfer – „Brauch Blau“
#3 Leif Randt im Gespräch mit Christian Metz – „Allegro Pastell“
#4 Jürgen Kaube im Gespräch mit Lothar Müller – „Hegels Welt“
#5 Deniz Ohde im Gespräch mit Shirin Sojitrawalla – „Streulicht“
#6 Martin Mosebach im Gespräch mit Bernd Eilert – „Krass“
#7 Ulrich Peltzer im Gespräch mit Sonja Vandenrath – „Das bist Du“
#8 Amanda Lasker-Berlin im Gespräch mit Christoph Schröder – „Iva atmet“
#9 Lisa Krusche im Gespräch mit Miryam Schellbach – „Unsere anarchistischen Herzen“
#10 Eckhart Nickel im Gespräch mit Sandra Kegel – „Von unterwegs“  (ffm)