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Letzte Aktualisierung: 18.01.2021

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Klimawandel im Meer. Virtueller Vortrag am 13. Januar im Senckenbergmuseum

Neue Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Fische und Fischereien.

von Ilse Romahn

(11.01.2021) Ansteigende Wassertemperaturen und die Ozeanversauerung haben drastische Folgen für die marinen Ökosysteme, die vielerorts durch die intensive Nutzung ohnehin stark beansprucht sind. Jedoch wirkt sich der Klimawandel in den Meeren regional unterschiedlich aus, und bringt so in einigen Gebieten neben Risiken auch neue Möglichkeiten mit sich.

Klimawandel im Meer
Foto: Aaron Burden / Senckenbergmuseum
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Das Klimageschehen ist komplex. Genaue Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere sind deshalb schwer vorherzusagen. Bestandserhebungen und Modellierungen lassen aber inzwischen zumindest den Entwurf von Szenarien zu, wie sich Veränderungen des Klimas auf die Fischbestände und damit auf die Fischerei auswirken können. Anhand aktueller Forschungsergebnisse erläutert Dr. Anne Sell vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven in ihrem Vortrag, wie die klimabedingte Erwärmung ökologische Prozesse steuert und damit die Verbreitung und Bestandsgrößen verschiedener Fischarten in der Nordsee und in polaren Meereszonen beeinflusst. Ihr Vortrag zeigt auch auf, dass ein zukunftsfähiges Fischereimanagement die Klimafolgen berücksichtigen muss, damit sich die Nutzung der Meeresressourcen nachhaltig gestalten lässt.

Die Biologin Anne Sell erforscht schon seit vielen Jahren die Vielfalt der Meeresbewohner und ihrer Wechselwirkungen untereinander. Den Fokus richtet sie dabei auf stark genutzte Lebensräume wie die Nordsee. Dafür ist sie selbst regelmäßig auf Forschungsschiffen auf den Meeren unterwegs.

Die virtuelle Vortragsveranstaltung mit Dr. Anne Sell (Thünen-Institut für Seefischerei, Bremerhaven) über "Klimawandel im Meer: Neue Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Fische und Fischereien" findet statt am Mittwoch, 13. Januar, 19:15 Uhr.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Unser blauer Planet? Fragile Meereswelten und ihre Erforschung“, die Senckenberg in Kooperation mit dem GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel veranstaltet. Die Reihe widmet sich bis Ende Februar den Meeren und Ozeanen und ihrer Erforschung. An neun Abenden stellen Wissenschaftler*innen diesen artenreichen Lebensraum vor, beschreiben dessen Bedrohung durch Überfischung, Plastikverschmutzung und Erwärmung und geben Einblick in ihre Forschung.

Aufgrund der Covid19-Pandemie finden die Vorträge rein virtuell statt.

Interessierte können per Livestream unter www.senckenberg.de/live (ohne Kommentarmöglichkeit) oder über den Kanal www.youtube.com/SenckenbergWorld (mit Kommentarmöglichkeit über die Chatfunktion) mitverfolgt werden. Wer virtuell mit den Referenten diskutieren möchte, meldet sich per Mail bei julia.krohmer@senckenberg.de und erhält dann vorab die Zugangsdaten für das Zoom-Webinar.

Informationen zu allen Vorträgen, Referent*innen und Themen unter: https://www.senckenberg.de/blauerplanet.