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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

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Internationaler Tag der Muttersprache

Integrationsdezernentin Weber würdigt die Arbeit herkunftssprachlicher Vereine

von Ilse Romahn

(22.02.2021) Zum Internationalen Tag der Muttersprache würdigt Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die große Bedeutung von Mehrsprachigkeit und Herkunftssprachen.

„Sie sind wichtige Ressourcen für unsere globalisierte und diverse Gesellschaft“, sagt Weber. „Die Wertschätzung und Förderung der Herkunftssprachen hat für mehrsprachige Kinder und Jugendliche eine große Bedeutung sowohl für den gelingenden Deutscherwerb als auch für die Entwicklung ihrer persönlichen Identität. Daher ist es wichtig, dass die Herkunftssprachen bei jeglicher Sprachförderung Berücksichtigung finden.“

Fast zwei Drittel der Frankfurter Kinder wachsen zweisprachig auf. „Wir müssen aufhören, die Förderung von Herkunfts- und Familiensprachen als Gegensatz zu gelingendem Deutscherwerb zu sehen. Entgegen langjährig geführter Debatten ist fachlich erwiesen, dass die frühe Förderung der sogenannte Herkunfts- und Familiensprache sich positiv auf den Zweit- oder Drittspracherwerb Deutsch auswirkt.“

In Frankfurt engagieren sich rund 40 ehrenamtliche Vereine um die Vermittlung herkunftssprachlicher Kompetenzen sowie verschiedene Elterninitiativen. Darüber hinaus werden einige Sprachen noch durch Lehrkräfte von Konsulaten und des Landes an Frankfurter Schulen unterrichtet.

„Ich möchte an diesem Tag insbesondere den Eltern und Vereinen, den sogenannte Samstagsschulen, für ihr Engagement herzlich danken. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, an zwei Schulstandorten Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Dieses Angebot muss in den kommenden Jahren erweitert werden. Das ist auch ein wichtiges bildungspolitisches Signal. Ich setze mich außerdem dafür ein, herkunftssprachliche Kompetenzen in Schulzeugnissen noch stärker zu berücksichtigen.“

Durch die pandemiebedingten Einschränkungen war auch die ehrenamtliche Arbeit dieser Vereine betroffen. Integrations- und Bildungsdezernentin Weber sagt: „Das hat bislang viel zu wenig öffentliche Beachtung gefunden, wenn wir von Bildungsnachteilen sprechen, die in der Corona-Zeit entstanden sind. Auch wenn Deutsch unsere Alltagssprache ist, sind alle Sprachen in unser Stadt gleich wichtig. Sie alle gehören zu Frankfurt.“

Der Internationale Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO 1999 ausgerufener Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Er wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen. (ffm)