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Letzte Aktualisierung: 03.04.2020

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hr trauert um langjährigen Fernsehkulturchef Jürgen Kritz

von Ilse Romahn

(23.03.2020) Der frühere Leiter der Hauptabteilung „Fernsehen Bildung und Kultur“ des Hessischen Rundfunks (hr), Jürgen Kritz, ist am 14. März im Alter von 77 Jahren in Frankfurt verstorben.

Jürgen Kritz
Foto: hr
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hr-Intendant Manfred Krupp würdigte den Journalisten und passionierten Filmkritiker: „Jürgen Kritz hat über viele Jahre die Kulturberichterstattung im hr entscheidend geprägt. Sein Publikum vertraute seinem Urteil. Seine Kompetenz, seine Freundlichkeit und seine Fähigkeit, Menschen auch mit leisen und oft auch philosophischen Tönen zu begeistern, waren beispielhaft.“

Nach einem Studium der Germanistik, der Philosophie und der Geschichte in Frankfurt arbeitete der 1942 in Einbeck geborene Jürgen Kritz zunächst als freier Journalist für unterschiedliche Zeitungen. Nach einem Praktikum im Hessischen Rundfunk in den 1960er Jahren arbeitete er unter anderem für das 1967 aus der Taufe gehobene ARD-Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“.

1971 folgte die Festanstellung als Redakteur im hr. Dort leitete er das Resort „Film und Theater“, moderierte das „Filmmagazin“ und später die Reihe „Kinostarts“. In den 1990er Jahren begleitete er zudem in „Das Letzte“ die Zuschauer des hr-fernsehens mit Gedichten und philosophischen Gedanken zum Programmschluss in die Nacht. 1993 übernahm Kritz den neu strukturierten und breit gefächerten Bereich „Fernsehen Bildung und Kultur“, den er dann bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 leitete.