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Letzte Aktualisierung: 05.06.2020

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Frauen vor häuslicher Gewalt schützen

Frauendezernentin Heilig: Wer schlägt, der geht

von Ilse Romahn

(01.04.2020) Die Kriminalstatistik zeigt, dass allein in Frankfurt 2019 insgesamt 1238 Frauen von häuslicher Gewalt betroffen waren. Die Dunkelziffer wird höher eingeschätzt.

Durch die aktuellen Ausgangsbeschränkungen halten sich Familien und Paare überwiegend in ihren Wohnungen auf, haben weniger soziale Kontakte, Zukunftsängste und Geldsorgen nehmen zu.

„Um Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt zu schützen, gibt es das Gewaltschutzgesetz. Die Polizei kann ein Näherungs- und Kontaktverbot durchsetzen. Die Täter werden aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen und dürfen sich der Partnerin nicht mehr nähern“, sagt Frauendezernentin Rosemarie Heilig. So können Frauen und Kinder in ihrer Wohnung bleiben und müssen nicht ins Frauenhaus.

Auch eine aufmerksame Nachbarschaft kann schützen. Wenn Bürgerinnen und Bürger häusliche Gewalt mitbekommen, sollten sie unter 110 die Polizei rufen.

Informationsbroschüren zur häuslichen Gewalt und dem Gewaltschutzgesetz sind in verschiedenen Sprachen auf der Webseite des Frauenreferates unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/frauenreferat/aufgabenbereiche/gewaltschutz eingestellt. (ffm)