Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 03.07.2020

Werbung
Werbung

Fünf kostenlose Kultur-Highlights im Nordschwarzwald

von Ilse Romahn

(12.06.2020) Das Coronavirus stellt die Urlaubspläne 2020 auf den Kopf. Die weltweite Reisewarnung sorgt nicht nur für Unsicherheit beim Planen, sondern macht Auslandsreisen derzeit fraglich. Doch warum immer nur die Kulturen fremder Länder entdecken?

Die Dorotheenhütte im Schwarzwald ist die letzte Mundglashütte
Foto: Schwarzwald Plus GmbH / Achim Meurer
***

Wie wäre es stattdessen mit Urlaub im Nordschwarzwald? Ob Glasbläserei, Unimog Museum oder Bergwerk: Die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten, um in die vielseitige Kultur des Schwarzwaldes einzutauchen. Diese fünf Angebote sollten sich echte Kulturliebhaber in diesem Sommer nicht entgehen lassen – kostenfrei dank der Gästekarte Schwarzwald Plus.

1. Kulturpark Glashütte Buhlbach: Zeitreise in die Vergangenheit
Wo einst die Industrie im Schwarzwald pulsierte, erzählen heute alte Werkstätten und andere Zeitzeugen von der 250-jährigen Geschichte der Glasmacherei. Wer den Kulturpark Glashütte Buhlbach besucht, entdeckt nicht nur die letzten historischen Glashüttengebäude im Schwarzwald, sondern erfährt auch Wissenswertes über den Buhlbacher Schlegel, die erste druckfeste Champagnerflasche. An Originalschauplätzen wie dem Gesteinsmahlhaus erleben die Besucher den Alltag der Arbeiter im 18. und 19. Jahrhundert. Und im Turbinenhaus zeigt eine auf Glas gemalte Zeitreise die Geschichte der Glashütte, die 1909 endete und 2012 als eindrucksvoller Kulturpark wieder begann. 

2. Hauffs Märchenmuseum: Zu Besuch bei Köhlern und Holzhändlern
Märchenliebhaber aufgepasst! In Hauffs Märchenmuseum erfahren Besucher nicht nur, wie die Menschen früher im Murgtal gelebt haben, sondern auch allerlei rund um den schwäbischen Schriftsteller Wilhelm Hauff (1802 - 1827). Liebevoll haben die Verantwortlichen zahlreiche Objekte zusammengetragen, wobei das Märchen „Das kalte Herz“ im Mittelpunkt steht. Interessierte erfahren in dem Museum viel über das Leben der Schwarzwälder Köhler, Glasmacher und Holzhändler im 19. Jahrhundert. Für Erwachsene gibt es eine literarische Abteilung mit Lesezone und Hör- und Videostation; für Kinder einen eigenen Lesebereich mit Märchenbüchern sowie eine Videostation mit Kinderfilmen der Augsburger Puppenkiste. Bastel-, Spiel und Malworkshops ergänzen das Angebot.

3. Unimog Museum: Schauen, staunen und mitfahren
Baden-Württemberg ist das Land der Tüftler und Denker. Eng mit dieser Erfinderkultur sind auch die industriellen Entwicklungen des Bundeslandes verbunden. Inhaber der Gästekarte Schwarzwald Plus haben die Möglichkeit, kostenfrei in die deutsche Nutzfahrzeuggeschichte einzutauchen. Denn im Unimog-Museum im badischen Gaggenau, wo über 50 Jahre der Unimog produziert wurde, wird nicht nur die Fahrzeugtechnik greifbar, das Museum ist auch eine Hommage an das Wirtschafts- und Arbeitsleben ab 1945. Und das ist noch nicht alles. Nach der Theorie geht es in die Praxis. Auf einem Außenparcours können Abenteuerlustige als (Bei-)Fahrer die Kraft des Unimogs hautnah miterleben. 

4. Glasbläserei Dorotheenhütte: Mundgeblasene Souvenirs  
Es ist ein faszinierendes Handwerk, die Glasbläserei. Die Dorotheenhütte im Schwarzwald ist die letzte aktive Mundglashütte und jeden Tag aufs Neue demonstrieren Glasbläser wie aus einer glühenden, zähflüssigen Masse zerbrechliche Gläser, Vasen und Figuren entstehen. Die Mischung aus Glasproduktion, Show, Museum und Einkaufsmöglichkeiten machen die Dorotheenhütte zu einem beliebten Ausflugsziel. Zu Recht. Denn wer möchte, kann sich sogar selbst als Glasbläser versuchen. Eine Besonderheit ist sicher das ganzjährig dekorierte Weihnachtsdorf mit einem sehr großen Angebot an mundgeblasenem Weihnachtsschmuck. Und das ist vor allem im Hochsommer ein außergewöhnliches Erlebnis. 

5. Besucherbergwerk Freudenstadt: Spannung unter Tage
Warm anziehen, selbst im August – so lautet das Motto für alle, die in die Welt „unter Tage“ eintreten möchten. Denn bei der Besichtigung des Bergwerkes in Freudenstadt klettern die Gäste über Stahlleitern bis zu 30 Meter in die Stollen hinab, in denen ganzjährig lediglich acht Grad Celsius herrschen. Dort unten erleben Gäste hautnah, wie die Kumpel ab 1267 Silbererz aus dem Berg geschlagen haben. Das historische Besucherbergwerk ist eine neue und doch alte Freudenstädter Attraktion, die in den Jahren 1996 bis 1999, zum 400-jährigen Stadtjubiläum, wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Tipp: Im Hochsommer kann man außerdem den Luftschutzkeller aus dem 2. Weltkrieg besichtigen.

Weitere Informationen zur Gästekarte Schwarzwald Plus unter www.schwarzwaldplus.de.