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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Die Loreley, ihre wilden Schwestern und die ungeheure Kraft des Wassers

von Ilse Romahn

(16.08.2022) Der fünfte Wilde Sonntag mit Umwelt- und Klimadezernentin Rosemarie Heilig führt ins Deutsche Romantik-Museum.

Die Loreley und die ungeheure Kraft des Wassers: Mystischer Bach
Foto: Srefan Cop
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Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Der Wilde Sonntag“ lädt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Sonntag, 21. August, um 15 Uhr zu einer ganz besonderen „Wasserschau“ ins Deutsche Romantik-Museum im Goethe-Haus ein. Die Gäste werden an diesem Sonntag nicht nur die faszinierenden Wasserfrauen der Romantik kennenlernen, sondern auch erfahren, welche Gefahren aktuell durch Starkregen drohen und wie man sich darauf vorbereitet.

Wasserfrauen: Die mythischen Wesen verbinden Erotik und Gefahr und gelten als Inkarnation der geheimnisvollen Kraft des Wassers. Insbesondere in der Romantik verzauberten sie als Nixen, Melusinen oder Undinen die Menschen. Prof. Wolfgang Bunzel, Leiter der Abteilung Romantik-Forschung im Freien Deutschen Hochstift, stellt sie in seinem Vortrag „Die Loreley und ihre Geschwister – von der Erfindung eines deutschen Mythos“ vor.

In freier Assoziation zum Thema spricht dann der Leiter des Umweltamtes, Peter Dommermuth, über die wilden Wasser der Gegenwart in seinem Vortrag „Die Kraft des Wassers 2.0 – zur Bedeutung der Starkregengefahrenkarten“. Die in der Fachsprache sogenannten Starkregenereignisse erlangen im Zuge des sich wandelnden Klimas immer stärker an Bedeutung. Wann steht der Theatertunnel vielleicht bis in den Großen Hirschgraben unter Wasser und wann können die Nixen der Romantik – ohne trockene Füße zu befürchten – direkt in das Deutsche Romantik-Museum schwimmen? Die jüngst veröffentlichte Starkregengefahrenkarte der Stadt gibt Antworten.

Nach den beiden Vorträgen bleibt viel Zeit für einen Museumsbesuch – mit oder ohne Führung. Ein Wilder Sonntag also, der die wilden Wasser als Crossover in bewegten Wellen durchwatet und entspannt mit einer Erfrischung im Gärtchen des Goethe-Hauses endet.

Der Eintritt ist frei, die Platzzahl jedoch auf 120 Gäste begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an umwelttelefon@stadt-frankfurt.de. Nach Bestätigung der Anmeldung erhalten die Gäste alle Informationen zum Treffpunkt und Ablauf. (ffm)