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Letzte Aktualisierung: 24.09.2021

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Buch über „Ächte Sodener Mineral-Pastillen“

von Adolf Albus

(13.09.2021) Die Sodener Mineral-Pastillen, die einst weltweit für den Kurort geworben haben, sind heute Geschichte. Ende der 90er-Jahre gelangten die wohlschmeckenden salzig-zuckrigen Tabletten noch einmal über ein Flörsheimer Unternehmen bundesweit in die Regale von Geschäften.

Ein Verkaufsschlager wurden sie aber nicht mehr. Günter Menze, zwölf Jahre lang bis 1989 hauptamtlicher Erster Stadtrat in Bad Soden am Taunus, hat jetzt eine wissenschaftliche Dokumentation über die wechselvolle Geschichte der weißen Lutschtabletten vorgelegt.

Über ein Jahr lang hat er recherchiert – vor allem im Bad Sodener Stadtarchiv – Unterlagen und Fotos gesichtet und ist neuen Fragestellungen nachgegangen. Zusammengetragen hat der ehemalige Architekt und Projektleiter beim Frankfurter Hochbauamt einen 150-seitigen, reich bebilderten Band über „Ächte Sodener Mineral-Pastillen“, wie sie damals in der alten Schreibweise genannt wurden, um auf ihre Unverwechselbarkeit hinzuweisen. „Das Thema hat mich nicht mehr losgelassen“ erzählt der Heimatforscher, der bereits im Jahr 2019 ein Buch über die früher in Bad Soden ansässige Much AG geschrieben hat. Akribisch hat Günter Menze die wechselvolle 110-jährige Geschichte von Produktion und Vertrieb der Pastillen in Bad Soden aufgerollt, an die heute keine Gebäude in der Stadt mehr erinnert In welchem Zusammenhang die Salzgewinnung in Bad Soden, Kurbetrieb, die Much AG, Spalt-Tabletten, Geheimrat Max Baginski und schließlich die Mineralpastillen stehen, das hat Günter Menze in seiner Dokumentation lesenswert nachgezeichnet.

Das Buch mit dem Untertitel „Sole, Salz und Unternehmer“ kostet 21,80 Euro und kann über die Buchhandlungen Riege und Gaab sowie über das Bad Sodener Stadtmuseum, Telefon +49 6196 208-414, bezogen werden. Im dortigen Kurgastzimmer sind zahlreiche Dokumente und Exponate zum spannenden Thema „Sodener Pastillen“ anschaulich präsentiert.