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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Bauen in Hessen — Wie entwickelten sich die Bauleistungspreise?

von Helmut Poppe

(29.11.2019) Bau von Wohngebäuden verteuerte sich 2018 gegenüber 2015 um 7,9 Prozent. Erdarbeiten überdurchschnittlich um 18,7 Prozent. Große Preissteigerung ergaben sich bei Ausbauarbeiten.

Bauleistungspreise Veraenderung Hessen 2018 zu 2015
Foto: StatistikHessen
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Für den Bau von Wohngebäuden mussten 2018 in Hessen – gemessen an den Preisindizes für Bauwerke – durchschnittlich um 7,9 Prozent höhere Preise gezahlt werden als im Basisjahr 2015. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, ist dieser Anstieg deutlich stärker als die Entwicklung der allgemeinen Verbraucherpreise, die im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent stiegen. Im Bereich der Wohngebäude waren Preise für Rohbauarbeiten 2018 gegenüber 2015 um 9,2 Prozent gestiegen, die Preise für Ausbauarbeiten um 6,9 Prozent.

Rohbauarbeiten

Überdurchschnittlich teurer im Bereich der Rohbauarbeiten waren 2018 gegenüber 2015 beispielsweise Erdarbeiten um 18,7 Prozent, Entwässerungskanalarbeiten um 11,5 Prozent, Klempnerarbeiten um 10,8 Prozent und Mauerarbeiten um 9,9 Prozent. Höhere Preise gegenüber 2015 mussten Bauherrinnen und Bauherren 2018 auch für Beton- (plus 8,9 Prozent), Gerüst- (plus 8,3 Prozent) und Stahlbauarbeiten (plus 6,9 Prozent) zahlen. Die Preise für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten stiegen in dieser Zeit um 4,3 Prozent.

Ausbauarbeiten

Im Bereich der Ausbauarbeiten gab es 2018 große Preissteigerungen gegenüber 2015, beispielsweise bei Elektroinstallationen um 10,0 Prozent, Fliesen- und Plattenarbeiten um 9,3 Prozent und Tischlerarbeiten um 8,9 Prozent. Überdurchschnittlich teurer waren 2018 im Vergleich zu 2015 auch Metallbauarbeiten (plus 8,6 Prozent), der Einbau von Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden (plus 7,7 Prozent) sowie der Heizungsbau (plus 7,6 Prozent). Auch für Maler- und Lackierarbeiten (plus 5,9 Prozent) sowie für Estricharbeiten (plus 5,7 Prozent) mussten die Auftraggebenden 2018 tiefer in die Tasche greifen als 2015.

Außenanlagen

Die Bauarbeiten für Außenanlagen von Wohngebäuden waren in Hessen 2018 um 10,2 Prozent teurer als 2015. Deutlich mehr musste auch in diesem Bereich für Erdarbeiten (plus 15,1 Prozent) sowie für Entwässerungskanalarbeiten (plus 11,5 Prozent) bezahlt werden. Die Preise für Landschaftsbauarbeiten waren 2018 um 10,4 Prozent höher als 2015. Der Wegebau (Pflaster, Platten, Einfassungen) war 9,7 Prozent teurer, Mauerarbeiten im Bereich der Außenanlagen 11,3 Prozent.

Hinweise

Die Preisindizes für Bauwerke werden auf der Indexbasis 2015 = 100 berechnet. Dieser Berechnung liegen Wägungsschemata zugrunde, die die Bauweise im Basisjahr 2015 widerspiegeln. Aktuelle Preisindizes für Bauwerke in Hessen stehen auf der Internetseite des Hessischen Statistischen Landesamts bereit