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Letzte Aktualisierung: 09.04.2021

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Autofahrer Achtung Sommerzeit

Tiere kennen keine Zeitumstellung

von Ilse Romahn

(29.03.2021) Nun ist wieder Sommerzeit. Wildtiere wie Rehe und Wildschweine kennen jedoch keine Uhrzeit und sind danach wie gewohnt in der Dämmerung unterwegs.

"Achtung Wild" - Mit Wild muss gerade bei Überlandfahrten ständig gerechnet werden. In der Dämmerung ist das Risiko eines Zusammenstoßes am größten.
Foto: Shutterstock /pm
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Durch die Umstellung verlängert sich der Zeitraum, in dem Berufsverkehr und Morgendämmerung zusammen fallen und die Gefahr von Wildunfällen nimmt von Sonntag auf Montag über Nacht rapide zu. Die Dämmerung ist eine Zeit, in der besonders viele Wildtiere unterwegs sind. Vor allem auf Landstraßen, durch Wälder und Gebiete mit dichtem Randbewuchs ist das Fahren besonders kritisch.  

Der ADAC rät, in dieser Zeit besonders vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen, dazu: „Tiere kennen keine Zeitumstellung und auch keine Verkehrsregeln. Fahren Sie vorsichtig und mit reduzierter Geschwindigkeit und halten Sie immer ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden.“ 

Fernlicht ausschalten
Befinden sich Tiere bereits auf der Straße, sollte versucht werden, diese durch Hupen von der Straße zu vertreiben. Taucht Wild am Straßenrand auf, sollte sofort das Fernlicht abgeschaltet werden. Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen jede Orientierungsmöglichkeit. Häufig bleiben sie einfach stehen. Wenn ein Zusammenstoß unvermeidlich ist: Lenkrad festhalten und möglichst kräftig bremsen. Auf keinen Fall hektisch ausweichen, sonst kann es zu sehr gefährlichen Unfällen mit dem Gegenverkehr oder Bäumen am Straßenrand kommen. Kommt es zu einem Zusammenstoß, ist die Unfallstelle abzusichern und die Polizei oder der Jagdpächter zu informieren. 

„Für die Schadensregulierung mit der Versicherung ist eine Wildunfallbescheinigung notwendig. Diese wird von der Polizei oder dem Jagdpächter bereits am Unfallort ausgestellt und muss der Versicherung vorgelegt werden“, so Wolfgang Herda. Übrigens: Verletzte oder tote Tiere dürfen nicht einfach mitgenommen werden. Wer so handelt, riskiert eine Anzeige wegen Wilderei. 

Mini-Jetlag droht
Viele Verkehrsteilnehmer sehen sich nach der Zeitumstellung am Wochenende mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: Durch das Vorstellen der Uhr fehlt ihnen im Biorhythmus eine Stunde. Die Folge sind oft Müdigkeit und mangelndes Konzentrationsvermögen. In der Folge kann es vermehrt zu Unfällen kommen. Tipp: Einige Tage vorher rechtzeitig schlafen gehen, um die innere Uhr an die Umstellung anzupassen. 

Gemeinsam mit dem Hessischen Jagdverband und dem Polizeipräsidium Mittelhessen hat der ADAC Hessen-Thüringen im Herbst 2020 den Film „Wildunfälle verhindern / Was tun nach einem Wildunfall?“ veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=xRuSP5-NP9M