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Letzte Aktualisierung: 04.03.2021

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Ansturm auf das Umwelttelefon: Bilanz 2020 weist Steigerung um 30 Prozent aus

von Ilse Romahn

(21.01.2021) Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war im Mai 1986 der Auslöser für die Gründung des Umwelttelefons. Es ging darum, die Sorgen und Fragen der Menschen aufzufangen, zu informieren und zu beraten.

Wie wichtig und hilfreich dieser Service des Umweltamts für die Menschen nach wie vor ist, hat sich wieder eindrucksvoll gezeigt: Die jetzt vorgelegte Bilanz 2020 des Umwelttelefons weist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Anfragen um 30 Prozent auf.

Mehr als 6500 Anrufe und Mails gingen dort ein. Zum Vergleich: 2019 waren 5000 Anfragen registriert worden. „Ganz offensichtlich werden die Konsequenzen der Corona-Pandemie auch beim Umwelttelefon spürbar“, sagte Umweltamtsleiter Peter Dommermuth. „Das zeigt sich unter anderem bei den Themen, die am Umwelttelefon angesprochen werden.“ Erstmals drehten sich in 2020 die meisten Fragen um das Thema Abfall (22,6 Prozent der Anfragen). Bäume, noch 2019 mit deutlichem Abstand Spitzenreiter bei den Anfragen, landeten auf Platz zwei (21,7 Prozent).

Auch die Fragen und Beschwerden zum Thema Lärm (7,2) wurden viel häufiger angesprochen als im Jahr zuvor (4,4). Dagegen verharrte das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an den Themen Luft/Luftreinhaltung (2,9) und Klima (2,4) auf niedrigem Niveau.

Die meisten Fragen der Bürgerinnen und Bürger kann das Team des Umwelttelefons direkt beantworten. Es bedient sich dabei aus einem Fundus, der über die Jahrzehnte angelegt und stetig erweitert wurde. Die anderen Fragen werden an die zuständigen Fachleute weitergegeben. Das Umwelttelefon-Team besteht aus insgesamt fünf Personen.

Die Telefonzeiten sind montags bis mittwochs von 9 bis 15 Uhr, donnerstags von 11 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr. Per Mail kommen inzwischen fast 40 Prozent der Anfragen herein. Der Service ist unter Telefon (069)21239100 und per E-Mail umwelttelefon@stadt-frankfurt.de zu erreichen.

Darüber hinaus gibt es zu vielen Anfragen, die täglich das Umweltamt erreichen, redaktionelle Themenbeiträge, Anträge zum Download oder Informationsmaterialien wie Flyer und Broschüren unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/umweltamt im Internet.

Übrigens: Wer Müll, Straßenschäden, defekte Ampeln oder Ähnliches melden möchte, kann das auch über den Mängelmelder der Bürgerbeteiligungsplattform unter http://www.ffm.de tun. Dazu gibt es auch eine kostenlose App mit dem Namen „ffm.de App“. (ffm)