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Letzte Aktualisierung: 26.01.2021

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250 Jahre Hölderlin und Hegel

Ein Gespräch über Dichter und Denker mit Jürgen Kaube und Karl-Heinz Ott

von Ilse Romahn

(18.12.2020) 2020 ist auch das Jahr eines doppelten Jubiläums: dem 250. Geburtstag von Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Hölderlin. Ihre Begegnung im Tübinger Stift ist ein Glücksfall der deutschen Geistesgeschichte und zeitigt in Kunst und Philosophie Spuren bis in die Gegenwart.

Zu einem Wiedersehen Hegels und Hölderlins kam es 1797 in Frankfurt am Main, wo sie mehrere Monate als Hofmeister verbrachten. Der intellektuelle Austausch und das gemeinsame Philosophieren fand seinen Ausdruck in dem Fragment gebliebenen „Ältesten Systemprogramm des deutschen Idealismus“. Hölderlins intensive Beschäftigung mit Schiller und Fichte war eine wichtige Quelle der Inspiration, von der Hegel, damals noch ein Suchender, enorm profitierte. In dieser Zeit wurde Frankfurt zum Schauplatz der Begegnung zweier Dioskuren des deutschen Idealismus, deren Leben und Werk verschieden und doch vielfältig verbunden war. Mit der Flucht Hölderlins aus Frankfurt endete ihr gemeinsamer Weg.

In einem luziden Gespräch über Dichter und Denker beleuchten Karl-Heinz Ott („Hölderlins Geister“, 2019 Hanser Verlag) und Jürgen Kaube („Hegels Welt“, 2020 Rowohlt Berlin) das Leben und Wirken der beiden Zeitgenossen und Jubilare.

Das Gespräch wurde am 2. Dezember in der Evangelischen Akademie Frankfurt aufgezeichnet und steht ab sofort auf dem YouTube-Kanal des Kulturamts Frankfurt am Main und unterhttps://www.youtube.com/watch?v=WCUoPEPlR1E&feature=youtu.be auf Abruf bereit.

Jürgen Kaube ist Journalist und Autor und seit 2015 einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im selben Jahr wurde er mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.

Karl-Heinz Ott ist Schriftsteller, Essayist und Übersetzer. 2012 erhielt er den Johann-Peter-Hebel-Preis, 2014 den Wolfgang-Koeppen-Preis.

Eine Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt. (ffm)