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Letzte Aktualisierung: 19.10.2020

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"Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin"

Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/M.

von Ilse Romahn

(05.10.2020) Mit der Ausstellung „Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin“ setzt das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 sein Wechselausstellungsprogramm fort. Zur Eröffnung der Ausstellung am 8. Oktober wird die Kuratorin Prof. Dr. Irmela von der Lühe sprechen. In einem Kurzvortrag spricht Prof. Dr. Frido Mann, Schirmherr der Ausstellung, über den Wert der Demokratie.

Erika Mann
Foto: Florence Homolka / Quelle: Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
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Die Ausstellung, die von der Monacensia im Hildebrandhaus erarbeitet wurde, ist vom 9. Oktober 2020 bis zum 30. Januar 2021 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main zu sehen. 

Die Ausstellung erzählt vom Leben und Werk Erika Manns (1905–1969): Erika Mann gehörte der „tänzerischen Generation“ der Zwanziger Jahre an, verkörperte die neue Frau und genoss das Leben als Tochter aus berühmtem Hause in vollen Zügen. Der heraufziehende Nationalsozialismus öffnete ihr politisch die Augen. Fortan sah Erika Mann ihre Aufgabe in der politischen Aufklärung. Mit ihrem Kabarett „Die Pfeffermühle“ feierte sie im Januar 1933 große Erfolge. Im März 1933 wurde „Die Pfeffermühle“ ins Exil gezwungen, im Oktober desselben Jahres in Zürich wiedereröffnet. Es folgten Auftritte in verschiedenen europäischen Ländern, wo der kabarettistische Kampf gegen den Nationalsozialismus trotz Saalschlachten und Auftrittsverboten fortgesetzt wurde. 

1937 emigrierte Erika Mann in die USA. Als politische Rednerin, Buchautorin und Kriegskorrespondentin startete sie hier eine zweite Karriere. Ab 1952 lebte Erika Mann wieder in der Schweiz. 

Die Ausstellung präsentiert biografische Dokumente, Fotografien sowie Filmaufnahmen und Originaltöne. Sie zeigt Erika Mann als beeindruckende Persönlichkeit, die lebenslang konsequent für Demokratie, Freiheit und Toleranz eintrat – und sie regt zum Nachdenken darüber an, welche Bedeutung diese Werte für uns heute haben. 

Ergänzend zur Ausstellung vor Ort hat Prof. Dr. Irmela von der Lühe mit dem Deutschen Exilarchiv eine virtuelle Sonderausstellung über Erika Mann erarbeitet. Sie bereichert dauerhaft die Plattform „Künste im Exil“, eine Ausstellung im virtuellen Raum, die sich den Künsten unter den Bedingungen des Exils zuwendet und die unter der Federführung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 betrieben wird. Die virtuelle Ausstellung über Erika Mann wird zur Eröffnung freigeschaltet und kann besucht werden unter kuenste-im-exil.de/ErikaMann 

Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933-1945 9. Oktober 2020 bis 30. Januar 2021 Montag - Freitag 9:00-21:30 Uhr Samstag 10:00 – 17:30 Uhr An Sonn- und Feiertagen geschlossen, außerdem in der Zeit vom 24.12.2020 bis 2.1.2021 Der Eintritt ist frei. 

Informationen zum Besuch der Ausstellung: https://www.dnb.de/erikamann

Führungen mit der Kuratorin Prof. Dr. Irmela von der Lühe
Freitag, 9. Oktober 2020 um 18 Uhr und um 19:30 Uhr Donnerstag, 10. Dezember 2020 um 18 Uhr und um 19:30 Uhr Mittwoch, 13. Januar 2021 um 14 Uhr und um 15:30 Uhr. Anmeldung erforderlich unter: www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt 

Vermittlungsangebot
Begleitend zur Ausstellung hat das Deutsche Exilarchiv ein Online-Angebot für Schüler*innen entwickelt. Das Angebot „Erika Mann online entdecken“ lädt Schüler*innen der 10. Klasse und der Sekundarstufe II dazu ein, Erika Mann als mutige und hartnäckige Kämpferin für Freiheit und Demokratie kennenzulernen. Verfügbar ab 9. Oktober 2020 unter www.dnb.de/deavermittlung

Deutsche Nationalbibliothek  http://www.dnb.de