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Letzte Aktualisierung: 02.12.2022

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„Knut“ macht sich breit

Neue Stadtteile im Angebot / Nachtverkehr am Wochenende

von Ilse Romahn

(30.09.2022) „Knut“ macht sich breit: Ab Dienstag, 11. Oktober, gut ein Jahr nach seinem Start in den nördlichen Frankfurter Stadtteilen, erweitert das On-Demand-Shuttle jetzt sein Bediengebiet. Am Wochenende kann er zukünftig sogar rund um die Uhr bestellt werden.

„‚Knut‘ hat in seinem ersten Betriebsjahr die Bewährungsprobe bestanden, er ist schnell bei seinen Fahrgästen und wird von ihnen sehr positiv bewertet“, erklärt Frankfurts Mobilitätsdezernent Stefan Majer. „Ich freue mich daher, dass wir dieses attraktive und umweltfreundliche On-Demand-Angebot jetzt noch mehr Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern zugänglich machen können: Wir weiten das Bediengebiet deutlich aus und erfüllen sogar den oft geäußerten Wunsch, dass ‚Knut‘ an den Wochenenden rund um die Uhr zur Verfügung stehen soll.“
 
„Neu einbezogen werden die Stadtteile Kalbach-Riedberg, Frankfurter Berg und Berkersheim“, kündigt traffiQ-Geschäftsführer Prof. Tom Reinhold an. „Knut bringt dann ‚on demand‘, also auf Abruf und ohne festen Fahrplan, Fahrgäste von und zu einer von etwa 1500 ‚echten‘ und virtuellen Haltestellen.“ Bislang konnten Fahrgäste „Knut“ zu rund 600 Haltestellen rufen.
 
Der Wunsch der Erreichbarkeit von umliegenden Stadtteilen – insbesondere Kalbach-Riedberg – wurde immer wieder an die Projektpartner herangetragenen. „Knut“ dient dann künftig auch als Zubringer zur U-Bahnstation Preungesheim, zum Riedberg mit dem dortigen Uni-Campus, und zu weiteren U-Bahnstationen.
 
Mit neuen Fahrgästen rechnet traffiQ nicht nur aufgrund der Ausdehnung des Bediengebiets, sondern auch durch eine Ausweitung der Fahrzeiten am Wochenende: „Knut“ wird in den Nächten auf Samstag und Sonntag durchgängig fahren und so ein attraktives Angebot für jüngere Fahrgäste und eine Ergänzung zum bestehenden Nachtbusangebot schaffen.
 
Seit 4. Oktober 2021 wird in den Stadtteilen Bonames, Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach „geknutet“, wie es in der Informationskampagne zum Start hieß. Ab Juli dieses Jahres wurde wegen der S-Bahn-Sperrung auch der Bad Vilbeler Nordbahnhof mit ins Angebot einbezogen. Die gute Nachfrage dort war Anlass genug, das Angebot auch nach Wiederinbetriebnahme der S-Bahn beizubehalten. Im Juli konnte mit über 1000 von „Knut“ beförderten Fahrgästen ein neuer Höchststand erreicht werden. Besonders gerne wird er als Zu- oder Abbringer von U-Bahn oder S-Bahnstationen genutzt. Mit durchschnittlich 4,9 von fünf möglichen Sternen geben die Nutzer „Knut“ regelmäßig Bestnoten.
 
„‚Knut‘ ist Teil des RMV-On-Demand-Projekts, dem neben Frankfurt weitere lokale Partner angehören“, sagt Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. „So wird in neun Städten und Landkreisen ein vernetztes Angebot geschaffen, das das RMV-On-Demand-Projekt in Europa einmalig macht.“
 
„Wir wollen ‚Knut‘ als nachhaltige und bequeme Alternative zum eigenen PKW noch weiter ausbauen und in das bestehende Nahverkehrsangebot einbetten“, erklärt Bruno Ginnuth, Geschäftsführer und Co-Gründer von CleverShuttle, des Betreibers von „Knut“. Er ergänzt: „Die zufriedenen Fahrgäste zeigen, dass hohe Flexibilität und Zuverlässigkeit bei ‚Knut‘ Hand in Hand gehen. Mit der Ausweitung können nun noch mehr Menschen von diesem attraktiven Nahverkehrsangebot profitieren“.
 
Michael Barillère-Scholz, Geschäftsführer des Softwarepartners ioki, freut sich, dass die RMV-OnDeMo App „Knut“ und Fahrgäste zusammenbringt: „‚Knut‘ erzeugt einen echten Mehrwert im bestehenden ÖPNV und bringt die Fahrgäste auf der optimalen Route an ihr Ziel. Mit jeder Fahrt, mit jeder zusätzlichen Rückmeldung lernen unsere Software und der Algorithmus dazu und verbessern das Mobilitätsangebot. So ist ‚Knut‘ für die Bürgerinnen und Bürger in Frankfurts Norden eine attraktive Alternative zum Auto für die erste und letzte Meile.“
 
Das Verbundprojekt OnDeMo, das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit insgesamt 27 Millionen Euro gefördert wird, läuft als Pilotprojekt bis 31. Dezember 2024.
 
Weitere Informationen über das Projekt unter rmv.de/ondemand und zu „Knut“ unter rmv-frankfurt.de/knut. (ffm)