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Letzte Aktualisierung: 14.12.2018

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Texas, die Wiege der Musik

Countryhelden, Festivals und eine musizierende Geisterstadt

von Ilse Romahn

(15.11.2018) Viele Legenden wie Janis Joplin, Roy Orbison oder Buddy Holly und Superstars der heutigen Zeit wie Beyoncé oder Selena Gomez verbindet neben der Liebe zur Musik noch etwas: ihre Heimat Texas.

Lubbock Josh Abbott Band
Foto: Visit Lubbock
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Der Bundesstaat im mittleren Süden der USA gilt als Wiege der Musik, seine Hauptstadt Austin trägt den Beinamen „The live music capital of the world“. Kaum an einem anderen Ort wird so viel musiziert wie in Texas, die unterschiedlichsten Klänge begleiten Besucher ab dem Flughafen von Austin bis in die kleinsten Dörfer. In Köln, Münster, Dortmund und Bochum können sich Fans ab sofort selbst zu Rockstars werden – und eine Reise nach Texas gewinnen.

Lubbock: Legenden und deren Erben
Lubbock ist die elftgrößte Stadt in Texas, die vor allem durch einen Mann weltberühmt wurde: Rock ’n’ Roll-Superstar Buddy Holly. Charles Hardin Holley – so sein Geburtsname – gilt als einer der wichtigsten Musiker und Produzenten der Rock ’n’ Roll-Bewegung der 50er-Jahre. Nachdem Buddy Holly als Vormusiker für Elvis aufgetreten war, kam seine Karriere in Schwung. Das Ausnahmetalent arbeitete mit damaligen Superstars der Szene zusammen und verzeichnete mehrere Hits, unter anderem „Peggy Sue“. Mit nur 22 Jahren starb Buddy Holly mit zwei weiteren Musikern bei einem Flugzeugabsturz. Seit einer Songzeile des berühmten Liedes „American Pie“ wird der Todestag Hollys auch „The day the music died“ genannt. In Buddy Hollys Geburtsstadt Lubbock erinnern die Buddy Holly Avenue sowie das Buddy Holly Center an den Ausnahmekünstler. Es liegt nach wie vor Musik in der Luft: Künstler treten unter freiem Himmel oder an Veranstaltungsorten wie der Cactus Hall in die Fußstapfen von Buddy Holly und weiteren Musikidolen aus Lubbock.

Luckenbach: Durch Musik wiederbelebt
Dass Musik eine besondere Kraft hat, ist bekannt – dass sie allerdings sogar verlassene Orte wiederbeleben kann, ist besonders eindrucksvoll. 20 Kilometer westlich von Fredricksburg befindet sich die Siedlung Luckenbach, die in der Spitze rund um 1900 knapp 500 Einwohner hatte. Spätestens seit den 60er-Jahren gilt Luckenbach jedoch als Geisterstadt, trotz der malerischen Lage in Hill Country. Wer den Ort heute besucht, wird dennoch verzaubert sein, denn Luckenbach ist ein Paradies für Musiker. Deren Treffpunkt ist die Bar, die schnörkellos den gleichen Namen wie der Ort trägt. Auf 60 Quadratmetern spielt sich das Leben in Luckenbach ab, jeden Abend treffen sich Musiker mit ihren Gitarren und jammen gemeinsam. Der bevorzugte Musikstil ist – typisch für Texas – Country. Bei gutem Wetter versammeln sich die Musiker und ihr Publikum vor der Bar unter freiem Himmel, malerisch eingerahmt von Weinbergen und Hügeln. Die kleine Siedlung Luckenbach gilt als Geheimtipp und ist dennoch Kult. Ihr wurde von den Countrylegenden Waylon Jennings und Willy Nelson sogar ein Lied gewidmet: „Luckenbach, Texas – Back to the basics of love“, 1977 ein großer Hit.

Austin: Welthauptstadt der Livemusik
Während Texas als Inbegriff des Wilden Westens gilt, lockt die Hauptstadt des Bundesstaates mit pulsierendem Leben und einer florierenden Musikszene. Austin bietet als zweitgrößte Landeshauptstadt der USA faszinierende Sehenswürdigkeiten wie das Texas State Capitol sowie ein einzigartiges Flair, das nicht zuletzt durch die besondere Beziehung zur Musik zustande kommt. Von den Bars und Clubs der Sixth Street über Straßenmusiker an jeder Ecke bis hin zu international berühmten Festivals – Austin hat sich den Titel „The World Live Music Capital“ redlich verdient. Das wohl berühmteste Festival der Stadt ist das South by Southwest (SXSW), das jedes Jahr im März stattfindet. Über 2.000 Filmemacher, Musiker und Multimediakünstler machen über 50 verschiedene Orte in Austin zum Kino- und Konzertsaal, es gibt Vorträge, Workshops und Aktionen in der ganzen Stadt. Im Oktober erklimmt die Elite des Musikolymps beim Austin City Limits Music Festival die Bühne. Mehr als 130 Künstler bringen auf acht Bühnen das Publikum zum Beben – darunter Größen wie Paul McCartney, The XX, The Killers, Portugal. The Man oder Jay-Z. Das Festival zieht jedes Jahr fast eine halbe Million Besucher in die texanische Hauptstadt.

„Rock dich nach Texas“: Musizieren und Reise gewinnen
Wer das Musikmekka Texas bei einem Roadtrip selbst erobern will, hat ab kommenden Freitag, den 9. November 2018, in vier deutschen Städten die Chance dazu. In Köln (9. November), Bochum (10. November), Dortmund (23. November) und Münster (24. November) wartet an zentralen Plätzen der Städte ein texanischer Truck auf angehende Rockstars. Unter Anleitung von Cowgirls versuchen sie sich an der Gitarre. Von jedem Teilnehmer wird ein GIF seines Auftritts erstellt und auf die Aktionswebsite www.rock-dich-nach-texas.de hochgeladen. Wer sein GIF findet und mit seinen Freunden teilt, hat die Chance, sich für acht Tage nach Texas zu rocken –Flug, Unterkunft und Mietwagen inklusive.