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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Terminal 3: SPD Neu-Isenburg informiert sich über Baufortschritt

von Bernd Bauschmann

(18.10.2017) Mitglieder des SPD-Ortsvereins aus Neu-Isenburg haben auf Einladung der Fraport AG die Baustelle am Terminal 3 besichtigt.

Die Neu-Isenburger SPD informierte sich am Flughafen über den aktuellen Ausbaustand
Foto: SPD
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Die Veranstaltung wurde mit einem Vortrag über die Entwicklung des Frankfurter Flughafens durch Frank Cornelius eröffnet. Hier gab es die Gelegenheit Fragen, zu brennenden Themen wie Fluglärmentwicklung, Low-Cost-Carrier, steigende Verkehrszahlen und Umweltschutz zu stellen.

Besonders beeindruckend für die Besucher waren nicht nur die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche, sondern viel mehr die Standortbedingungen des Frankfurter Flughafens. Der Frankfurter Flughafen erreicht mit seiner Lage immerhin 47% der Einwohner Deutschlands. Das heißt ca. 38 Millionen Menschen leben innerhalb von 200km Entfernung zum Frankfurter Drehkreuz. Dennoch sind ca. 60% der Passagiere am Frankfurter Flughafen Umsteiger. Im europäischen Vergleich ist FRA (die verkehrsübliche Abkürzung für den Flughafen Frankfurt) der größte „Umsteige-Hub“, weit vor Amsterdam mit einem Anteil von gerade mal 38% der PAX (Passagiere). Diesen Umstand wissen die Frankfurter zu nutzen, denn mit der Sparte Retail & Real Estate erzielt die FRAPORT mittlerweile ordentliche Gewinne, bei gleichzeitig geringerem Umsatzvolumen. Mit rund 494 Millionen Umsatz steuert diese Sparte nur ca. 19 % des Konzernumsatzes bei, der Gewinn selbst liegt jedoch deutlich höher als z.B. in der Sparte „Ground-Handling“.

Beim „Ground-Handling“ handelt es sich um die Bodenverkehrsdienste des Flughafens, also die Abfertigung des Flugbetriebs. Hier sind im Gegensatz zum Retail& Real Estate wesentlich mehr Menschen beschäftigt. Mit über 80.000 Beschäftigten in über 500 Unternehmen ist der Frankfurter Flughafen der Jobmotor der Region, und somit ist auch der Kostenanteil höher. „Die Information, dass 95% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Umfeld des Flughafens in tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen stehen, obwohl es so viele verschiedene Unternehmen sind, finde ich als Gewerkschaftsmitglied natürlich sehr erfreulich.“ bemerkt Sabine Lotz, Vorstandsmitglied im Neu-Isenburger Ortsverein. „Natürlich ist hier auch nicht alles Gold was glänzt, gerade die Entwicklung des bevorstehenden Betriebsübergangs der Mitarbeiter in den Bodenverkehrsdiensten von Acciona zur Wisag Aviation ist sorgfältig zu beobachten. Trotzdem die Tarifparteien im Moment eine Einigung erzielt haben, bleibt abzuwarten wie die Entwicklung in einem Jahr für die Angestellten aussehen wird.“ ergänzt Florian Obst, Organisator der Veranstaltung.

Beeindruckend für die Teilnehmer der Veranstaltung war natürlich auch die rund 90.000 qm große Baugrube des neuen Terminals. Aktuell läuft der Spezialtiefbau, es werden Abschottungen errichtet und bald beginnen die Betonarbeiten unterhalb des Grundwasserpegels. „Hier wird genaues Augenmerk auf den sorgfältigen Umgang mit dem Grundwasser gelegt, es soll nicht zu abgestorbenen Bäumen und trockenen Bächen in der Umgebung kommen, das betrifft uns Zeppelinheimer natürlich in besonderem Maße.“ kommentiert Zeppelinheims-Ortsvorsteher Sebastian Stern (SPD) die Bauarbeiten.

Besonders diskutiert wurde auch die Frage das durch den Neubau entstehende Aufkommen an Individualverkehr. Die Zeppelinheimer befürchten einen enormen Anstieg geparkter Autos in ihrem Ortsteil, verbunden mit den Fluggästen am Terminal 3. „Auch in diesem Punkt sind wir vom Ortbeirat Zeppelinheim, wie auch Bürgermeister Hunkel im engen Dialog mit der Fraport AG und wir konnten uns zunächst auf die Erstellung eines Gutachtens zur Parksituation verständigen.“ führt Ortsvorsteher Stern weiter aus.

Nach der ausgiebigen Rundfahrt über das Vorfeld des Frankfurter Flughafens, konnten sich die Teilnehmer der Veranstaltung bei einem Imbiss im Squaire austauschen und das Erlebte Revue passieren lassen. „Eine schöne Veranstaltung, es ist uns gelungen mit Herrn Cornelius einen kompetenten Ansprechpartner in Sachen Flughafen mit unseren Mitgliedern an einen Tisch zu bekommen und vielleicht etwas mehr Verständnis für manche Umstände herstellen. Es wird auf jeden Fall nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein, wir freuen uns auch immer wieder über das Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger an unseren Angeboten.“ schließt Florian Obst ab.

Informationen zu Veranstaltungen des SPD Ortsverein Neu-Isenburg finden Sie unter www.spd-neu-isenburg.de, auf der entsprechenden Facebook Seite und die Ankündigungen jeweils in der Presse.