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Letzte Aktualisierung: 28.09.2021

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Professor René Gottschalk wirkt bis 2020 in der WHO mit

Expertise des Frankfurter Gesundheitsamtsleiters ist weltweit gefragt

von Ilse Romahn

(27.07.2017) Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, Prof. René Gottschalk, ist als Infektiologe weltweit gefragt und ein gefragter Ansprechpartner bei gefährlichen Infektionskrankheiten: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat seine Mitgliedschaft in einer Expertengruppe für Internationale Gesundheitsvorschriften IHR(International Health Regulations) inzwischen bis 2020 verlängert.

Die IHR-Vorschriften wurden 2005 von 196 Ländern – darunter alle Mitgliedstaaten der WHO – vereinbart, um für globale Gesundheitssicherheit zusammenzuarbeiten. Ziel sind die Vorbeugung und Abwehr von länderübergreifenden Risiken und Gefahren für die öffentliche Gesundheit. Dazu gehören insbesondere spezifische Maßnahmen an Grenzeingangsstellen wie Flughäfen, um die weitere Verbreitung von gefährlichen, übertragbaren Erkrankungen in der Bevölkerung zu verhindern.

„Ich freue mich über die große Wertschätzung, die Professor Gottschalk weit über Frankfurt hinaus genießt“, sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer. „Als internationale Stadt, Messeplatz und Verkehrsdrehscheibe ist es auch für uns ein großer Gewinn, wenn unser Gesundheitsamt zu einer besseren weltweiten Präventionsarbeit beiträgt. In der globalisierten Welt reicht es eben nicht aus, nur allein bestmöglich vorbereitet zu sein.“

Prof. Gottschalk ist seit Anbeginn Mitglied in der internationalen Expertengruppe. Sein Wissen und seine Erfahrung waren in den letzten Jahren oft gefragt, zum Beispiel bei den Lassa-, SARS- oder Ebola-Ausbrüchen. Das gilt natürlich auch innerhalb der Bundesrepublik: Hier ist Gottschalk für weitere drei Jahre zum Sprecher des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochpathogene Infektionserreger (STAKOB) beim Robert Koch-Institut ernannt worden. Dieses Netzwerk wurde 2003 gegründet. Es befasst sich mit dem bundesweiten Management dieser Erkrankungen und berät die Bundes- und Landesregierungen.