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Letzte Aktualisierung: 22.11.2017

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Politische Beziehungen weiter ausbauen

Bürgermeister Becker empfängt Studiengruppe des US-Kongresses

von: Ilse Romahn

(20.10.2017) Am Donnerstag, 19. Oktober, hat Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker im Namen der Stadt Frankfurt am Main die Studiengruppe des US-Kongresses im Kaisersaal empfangen.

Bürgermeister Uwe Becker empfängt eine Studiengruppe des US-Kongresses im Kaisersaal
Foto: Stadt Frankfurt am Main
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„Frankfurt am Main und die USA sind eng miteinander verwachsen. Seit vielen Jahrzehnten gibt es wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, die Frankfurt in den Augen vieler Menschen zur amerikanischsten Stadt in Deutschland machen. Von der Jazzgeschichte in unserer Stadt bis zur Skyline, von der amerikanischen Militärverwaltung nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Sitz des weltweit größten US-Generalkonsulates reicht die Vielfalt der Beziehungen. Es freut mich, dass ich diese heute im Namen des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main der Studiengruppe des US-Kongresses vorstellen durfte“, sagt Bürgermeister Becker.

Die Studiengruppe des US-Kongresses in Deutschland ist eine unabhängige und überparteiliche Organisation, die den legislativen Austausch zwischen dem Kongress und dem Deutschen Bundestag fördert. Sie ist das Gegenstück zur Parlamentariergruppe USA des Bundestages. Seit 1983 hat die Studiengruppe des US-Kongresses ein fortlaufendes Forum für einen offenen Dialog geschaffen, die die deutsch-amerikanischen und transatlantischen Beziehungen betreffen.

Die Studiengruppe bietet politischen Entscheidungsträgern, Akademikern, Journalisten und Führungskräften aus der Wirtschaft aus erster Hand die Gelegenheit, kritische Themen zu diskutieren und starke und dauerhafte Beziehungen aufzubauen, die auf gegenseitigem Interesse und Vertrauen beruhen. Die Programme richten sich an ein breites Spektrum an aktuellen Themen, wobei Handel, Wirtschaft, Energie, Außenpolitik und Sicherheit im Mittelpunkt stehen. Zu den Kernaktivitäten der Studiengruppe gehört das Kongress-Bundestags-Seminar, das jährlich zwischen Deutschland und den USA stattfindet. Dabei reisen Kongress-Mitarbeiter aus den USA nach Deutschland und informieren sich über die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA.

„Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika verbindet ein besonderes Band, nicht erst seit der deutschen Wiedervereinigung vor 27 Jahren. Es ist ein Band gemeinsamer Werte, das von der Aufklärung über die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung und die Märzrevolution trägt und uns nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch enger zusammengeführt hat. Ohne das Vertrauen der Vereinigten Staaten und von Präsidenten wie Ronald Reagan und George Bush Senior. in das neue, moderne und demokratische Deutschland, wäre die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes nicht möglich gewesen. Dieses Vertrauen und diese transatlantische Freundschaft ist fester als jede Meinungsverschiedenheit in politischen Einzelfragen“, sagt Becker.

„Frankfurt ist zudem internationalste Stadt Deutschlands. Eine der über 170 Nationen, die hier friedlich zusammenleben, sind die US-Amerikaner. Rund 3.000 amerikanische Staatsbürger leben derzeit in Frankfurt am Main. Seit 2003 gibt es in Frankfurt einen Festakt am 6. Oktober anlässlich der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft. Die Beziehungen zwischen den USA und Frankfurt wollen wir weiter ausbauen und mit Leben füllen. Ein offener und vertrauensvoller Dialog ist in der heutigen Zeit sehr wichtig“, betont Bürgermeister Becker.

Die Kongress-Studiengruppe Deutschland blickt auf eine über 30-jährige Geschichte zurück. In Frankfurt am Main hat sich die Studiengruppe bei Bürgermeister Becker über die Stadtpolitik sowie über den Finanzplatz Frankfurt informiert. „Frankfurt am Main hat sich als der führende Finanzplatz in Deutschland etabliert und zählt zu den wichtigsten internationalen Finanzzentren weltweit. Diese Stellung ist vor allem durch den starken Bankensektor, die internationale Ausrichtung der Stadt sowie als Standort europäischer Aufsichtsbehörden geprägt“, sagt Becker. Zuvor hatte sich die Studiengruppe in Berlin über die Bundeshauptstadt informiert.