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Letzte Aktualisierung: 19.06.2019

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Orientalistik zwischen Enthusiasmus und Erkenntnis

Gespräch mit Prof. Dr. Tilman Nagel und Prof. Dr. Wolfgang Bock am 28. Mai im Frankfurter Goethe-Haus

von Ilse Romahn

(27.05.2019) Die Entstehung der wissenschaftlichen Orientalistik in der Aufklärung steht unter einem doppelten Stern. Bei Joseph von Hammer-Purgstall (1774–1856) findet sich einerseits eine typische Idealisierung des Orients. Andererseits tritt in seinem Werk das Bemühen um ein der Wirklichkeit entsprechendes Bild des Islam hervor.

So begegnet uns die Orientalistik in ihrer seither vorherrschenden Doppeldeutigkeit. Zum einen liefert sie Stoff für wirklichkeitsferne Schwärmerei, zum anderen ringt sie um die Aufdeckung der Wirklichkeit: nicht selten zum Unmut der Enthusiasten.

Prof. Dr. Tilman Nagel ist Orientalist und Islamwissenschaftler. Bis 2007 lehrte er Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und Autor von Standardwerken der Islamwissenschaft. Prof. Dr. Wolfgang Bock war als Richter sowie als Experte für den Nahen und Mittleren Osten und Islam an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik tätig. Er lehrt an der Universität Gießen mit den Schwerpunkten ‚Staatliches Religionsrecht‘ und ‚Islamisch geprägte Rechtsordnungen‘.

Die Veranstaltung am Dienstag, 28. Mai, im Arkadensaal des Goethe-Haus beginnt um 19 Uhr.

Eintritt: 8,- Euro / 4,- für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts

Informationen und Karten: Tel. (069)138800 / E- Mail: anmeldung@goethehaus-frankfurt.de