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Letzte Aktualisierung: 13.11.2018

Oberbürgermeister Peter Feldmann empfängt Delegation aus Vietnam

Hanois OB Nguyen Duc Chung informiert sich über moderne Stadtentwicklung

von Ilse Romahn

(21.06.2018) Frankfurt gilt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus als globales Handelszentrum, das aufgrund seiner Internationalität und Attraktivität in touristischer wie wirtschaftlicher Hinsicht mit weitaus größeren Metropolen Schritt halten kann.

Nguyen Duc Chung überreicht Peter Feldmann ein Geschenk
Foto: Bernd Kammerer
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Um sich aus erster Hand über moderne Stadtentwicklung und die erfolgreiche Kooperation mit dem Umland zu informieren, hat Hanois Oberbürgermeister Nguyen Duc Chung am Mittwoch, 20. Juni, während seiner Europareise seinen Frankfurter Amtskollegen Peter Feldmann besucht.

Die beiden Stadtoberhäupter tauschten sich während eines Mittagessens über die Besonderheiten und Gemeinsamkeiten ihrer Heimatstädte aus und vereinbarten, auch künftig in Kontakt bleiben zu wollen. „Mir ist es eine besondere Freude, den höchsten Vertreter einer der ältesten und größten Hauptstädte Südostasiens in Frankfurt willkommen zu heißen. Deutschland und Vietnam schauen auf eine lange Beziehung zurück. Unsere beiden Länder standen vor den Herausforderungen des Wiederaufbaus nach verheerenden Kriegsfolgen – und haben diese bravourös gemeistert. Die Erfolge, die Vietnam und Hanoi bei der Entwicklung der Lebensqualität und im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung erzielt haben, sind beeindruckend“, sagte Oberbürgermeister Feldmann.

Ähnlich wie Frankfurt ist das rund 6,5 Millionen Einwohner zählende Hanoi eine weltoffene und pulsierende Metropole. Besucher der Stadt stoßen neben der allgegenwärtigen vietnamesischen Kultur an vielen Orten auch auf französische, japanische sowie US-amerikanische Einflüsse. „So wie Frankfurt ist auch Hanoi eine internationale Handelsmetropole, deren Bewohner ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und fremde Einflüsse nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung empfinden“, sagte Feldmann.

Bereits jetzt gibt es eine enge wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Hessen und Vietnam. Zu nennen sind die enge Zusammenarbeit mit der Vietnamesisch-Deutschen Universität in Ho Chi Minh City sowie eine Kooperation der Frankfurter Unversity for Applied Sciences mit der Da Nang Universität in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik. Zudem sind die aus Hessen stammenden Unternehmen B. Braun, Fresenius Kabi, Merck sowie die Messer Group zum Teil bereits seit den 90er Jahren in Vietnam präsent und inzwischen feste Größen der dortigen Wirtschaft.

„Vietnam ist ein wichtiger Partner Europas. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern gewinnen zunehmend an Bedeutung. Deshalb freue ich mich, dass Sie mit Ihrem Besuch hierzu einen wertvollen Impuls liefern“, bedankte sich der Frankfurter Oberbürgermeister bei Nguyen Duc Chung und dessen Delegation.

Nach dem Arbeitsessen besuchte die Delegation aus Hanoi ein Müllheizkraftwerk der FES, das Abfall in Energie umwandelt und somit Kosten und Ressourcen schont. „Der Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen unseren Städten ist wertvoll und dient der Optimierung kommunaler Prozesse und Strukturen“, sagte Feldmann. Denkbar seien als künftige Anknüpfungspunkte etwa Kooperationen in den Bereichen Klimaschutz, Stadtentwicklung und Verkehr.