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Letzte Aktualisierung: 19.06.2019

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Oberbürgermeister Feldmann besucht Wilhelm-Merton-Schule

von Ilse Romahn

(23.05.2019) Am Mittwoch, 22. Mai, hat Oberbürgermeister Peter Feldmann die Wilhelm-Merton-Schule in Bornheim besucht und sich bei dieser Gelegenheit nicht nur mit dem Team der Schulleitung ausgetauscht, sondern kam anschließend in der Cafeteria auch mit den über 70 anwesenden Schülern ins Gespräch und beantwortete Fragen.

OB Feldmann besucht die Wilhelm-Merton-Schule
Foto: Stadt Frankfurt / Rainer Rüffer
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Die Wilhelm-Merton-Schule ist eine berufliche Schule mit 1600 Schülern. Auszubildende der Berufe Bürokaufmann, Kaufmann für Bürokommunikation, Kaufmann für Büromanagement, Sport- und Fitnesskaufmann besuchen sie. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt der Schule auf Bildungsgängen zur Berufsvorbereitung und sie ist Abendhaupt- und Abendrealschule. Sie eröffnet vielseitige Wege zum Schulabschluss für junge Menschen mit den unterschiedlichsten Biografien und gibt neue Chancen und Perspektiven, auch auf dem zweiten Bildungsweg.

„Wir sind stolz auf unser System der dualen Berufsausbildung. Eine solche Ausbildung ist die Basis für einen soliden Einstieg in den Beruf und sie ist keine Sackgasse, ein weiterer Aufstieg ist möglich. Daran werden wir auch in Zukunft festhalten“, sagte der Oberbürgermeister und betonte, wie dringend die Betriebe in Frankfurt Azubis suchen. Mit den Angeboten der Wilhelm-Merton-Schule bekämen junge Menschen eine Perspektive auf den Start in ein eigenständiges Berufsleben und eine zweite Chance. „Wir brauchen solche Brücken, sie halten unsere Gesellschaft zusammen“, sagte Feldmann.

Im Gespräch mit den Schülern nutzte der Oberbürgermeister die Gelegenheit, um die jungen Leute zur Beteiligung an der Europawahl aufzurufen: „Europa hat leider im Moment viele Skeptiker, Gegner, Hetzer und Populisten. Europa ist nur stark, wenn wir uns dafür stark machen. Mit der Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, habe ich gewettet, welche Stadt die höchste Wahlbeteiligung haben wird. Frankfurt soll gewinnen! Ich bitte euch um Unterstützung.“

Mit InteA-Klassen (Integration und Abschluss) ermöglicht die Wilhelm-Merton-Schule jungen Quereinsteigern sowie Asylbewerbern den Bildungsgang zur Berufsvorbereitung innerhalb von zwei Jahren. Ziel des Programms ist der Erwerb eines Sprachniveaus, das den jungen Menschen einen Schulabschlusses und den Übergang in die duale Berufsausbildung oder in ein weiterführendes schulisches Angebot ermöglicht.

„Die Wilhelm-Merton-Schule hat für Frankfurt eine zentrale Rolle bei der Aufnahme und Beschulung von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Bildung eröffnet Chancen und Teilhabe und ist damit gerade für Neuzugewanderte ein Schlüssel für die Integration. Für viele Jugendliche, die neu in Frankfurt sind, steht die Wilhelm-Merton-Schule zusammen mit dem Netzwerk an beruflichen Schulen am Anfang des Bildungsweges in Deutschland“, sagte Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung und Integration, die bei dem Termin selbst nicht anwesend sein konnte. „Die beruflichen Schulen unternehmen große Anstrengungen, damit am Ende dieses Weges die Schülerinnen und Schüler in Ausbildung und Arbeit kommen.“

Schulleiter Wolfgang Schmitt brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Oberbürgermeister mit seinem Besuch die Leistungen der Beruflichen Schulen in Frankfurt würdigt: „Die Wilhelm-Merton-Schule als eine von 16 Beruflichen Schulen in Frankfurt leistet einen wichtigen Beitrag im sozialen Gefüge der Stadt“, sagte er. „In der Berufsschule entlassen wir jährlich Hunderte von Auszubildenden mit einem Berufsabschluss, in der Fachschule bilden wir zum staatlich geprüften Betriebswirt aus. In den Schulformen des Übergangssystems zwischen Schule und Beruf, in der Abendhaupt- und Abendrealschule und als Schwerpunktschule in der Flüchtlingsbeschulung verhelfen wir den Schülerinnen und Schülern zu Bildungsabschlüssen und zum Einstieg in Ausbildung oder Arbeit.“ (ffm)