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Letzte Aktualisierung: 18.06.2019

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Naturnaher Umbau des Sossenheimer Wehrs mit Anschluss des Grill`schen Altarms

Regierungspräsidentin Lindscheid übergibt Planfeststellungsbescheid an Stadtrat Oesterling

von Ilse Romahn

(15.04.2019) Am Dienstag, 16. April, um 15 Uhr übergibt Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid vom Regierungspräsidium Darmstadt den wasserrechtlichen Planfeststellungsbescheid zum Umbau des Sossenheimer Wehrs an Stadtrat Klaus Oesterling. Das Treffen findet direkt am Sossenheimer Wehr statt.

Nach dem Umbau des Höchster Wehrs hat jetzt der Umbau des Sossenheimer Wehrs höchste Priorität, da es gegen die Fließrichtung gesehen das nächste, oberhalb des Höchster Wehrs gelegene Wanderhindernis für Wasserlebewesen in der Nidda darstellt.

Ähnlich wie das Höchster Wehr soll auch das Sossenheimer zurückgebaut werden. Geplant ist, den vorhandenen Wehrsteg als Brücke zu erhalten. Als Ersatz für das Wehr soll ein festes Streichwehr in die Nidda gebaut werden, das den Niedrigwasserabfluss in den Grill`schen Altarm leitet. Mit steigendem Abfluss (Mittelwasser/Hochwasser) geht der Anteil, der durch den Altarm fließt, bis auf 1/3 des Gesamtabflusses zurück.

Am Auslauf des Grill´schen Altarms muss eine raue Sohlrampe eingebaut werden, damit ein Leerlaufen des Altarms verhindert wird. Mit dem naturnahen Umbau ist gewährleistet, dass die Hochwassersicherheit erhalten bleibt und sich die Grundwasserverhältnisse für den Niedwald beziehungsweise die angrenzende Bebauung nicht schädlich verändern.

Mit dem Anschluss des Grill´schen Altarms an die Nidda wird die vorhandene Wegeverbindung unterbrochen. Aus diesem Grund müssen am Ein- und Auslauf der Nidda Brücken gebaut werden. Zwischen dem festen Streichwehr und der Sohlrampe soll der südliche Nidda-Uferweg für Erholung und Freizeit neu gestaltet werden.

Bereits in einem frühen Planungsstadium wurden die Bürger im Rahmen einer Planungswerkstatt in die Planung eingebunden. Die wasserrechtliche Entscheidung ist nun gefallen. (ffm)