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Letzte Aktualisierung: 23.07.2019

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Nancy – Wochenend-Tipp

von Helmut Poppe

(06.05.2019) Es muss nicht immer Straßburg sein, wenn man kurz nach Frankreich will

Bildergalerie
Nancy Zugang zur Place Stanislas
Foto: frankfurtlive, H. Poppe
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Nancy Porte de la Craffe
Foto: frankfurtlive, H. Poppe
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Foto: frankfurtlive, H. Poppe
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Restaurant Ecke Michelangelo
Foto: frankfurtlive, H. Poppe
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Das Ristorante Michelangelo an der Place Stanislas, Nancy
Foto: frankfurtlive, H. Poppe
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Einverstanden, die elsässische Hauptstadt ist relativ leicht zu erreichen, bietet viele Sehenswürdigkeiten und gute Restaurants. Lothringens Metropole Nancy aber auch – und die Stadt ist an Wochenenden nicht so überlaufen.

Die Idee, den Place Stanislas zu schaffen, stammt von Stanisław Leszczyński (im Französischen: Stanislas), dem Herzog von Lothringen und ehemaligen König von Polen. Er verband damit die mittelalterliche Stadt (franz. vieille ville, dt. alte Stadt) aus dem 10. Jahrhundert mit der Neustadt (franz. ville neuve) aus dem 16. Jahrhundert. Ein gelungenes prunk- und prachtvolles Resultat. Wie soll es in Frankreich auch anders sein, rund um den Platz bieten zahlreiche Restaurants Kost für hungrige Mäuler, das Musée des Beaux Arts etwas für die ästhetische Erbauung, der benachbarte Park lädt zum Spazierengehen ein. An anderer Stelle hier auf frankfurtlive und zwar im Kulturbereich berichten wir von einer Aufführung in der ebenfalls hier befindlichen Oper von Lothringen. Es lohnt sich bestimmt in das Programm zu schauen, das außergewöhnliche Aufführungen bietet. Die Oper ist im Interieur im gleichen Stil gehalten wie der Platz selbst, prunk- und prachtvoll. Schon deshalb alleine lohnt sich hier ein abendlicher Besuch.

Unterbringungen in Hotels stehen reichlich zur Verfügung. Trotzdem einige Tage im Voraus zu buchen, um sicher zu gehen, das gewünschte Hotel in einer stadtnahen Lage zu ergattern. Hier ist man samt Frühstück für unter 100 € und zwei Personen dabei. Uns gefiel das Hôtel Coeur de City Stanislas gut.


Fortbewegung in der Stadt - nicht ratsam, ist es sich in Nancy mit dem Auto bewegen zu wollen. Wir empfehlen, ein Parkhaus anzusteuern. Wir standen im  Indigo, 24 Stunden für 14 Euro sind eher günstig. Und wenn die vom Hotel gestellten Gutschein-Kärtchen zur Minderung des Parkpreises nicht funktionierten, lag das wohl an der eigenen Ungeschicklichkeit oder an der Aufbewahrung. Deshalb unser Rat: nie eine Hotelkarte in der Handyhülle aufbewahren, sie könnte sich magnetisch entladen. Nicht so praktisch, wenn man nachts vor einem nicht besetzten Hotelempfang steht. Unnötig im Stanislas, das Hotel war 24-Stunden besetzt.

Radfahren wird in Nancy groß geschrieben. Man kann an jeder Ecke ein Vélo mieten, und dies sollte man auch tun. Die französischsprachige Seite auf automatische Übersetzung einstellen.

Neben den Restaurants an der Place Stanislas bieten zahleiche andere Einkehr in der Vieille Ville-Altstadt. Für 15 bis 25 Euro ist man mit einem Dreigang-Menü dabei. Nicht ganz in Grenznähe ist es erstaunlich, wie viele unserer Nachbarn Deutsch sprechen. Da sagen wir doch „merci“!

In der Altstadt gibt es altes Gemäuer aus lothringischer Zeit zu sehen. Weitere Sehenswürdigkeiten: das Musée Historique Lorrain, mit  archäologischen Funden aus Lothringen. An die Herzogzeit erinnern der Palais des Ducs de Lorraine, (Palast der lothringischen Herzöge), heute Musée Lorraine d'Art et d'Histoire, die Église des Cordeliers, Grabkirche der Herzöge von Lothringen. In der Parkanlage Pépinière sind ein kleiner Zoo, eine Muschelbühne, Vergnügungsstätten für Kinder sowie gastronomische Einrichtungen integriert. Freunde des Jugendstils lassen sich im Musée de l'École de Nancy, Museum des Lothringer Jugendstiles, inspirieren.

Anfahrt über die französische Autobahn A4 bis Metz und dann Richtung Nancy, mautpflichtig. Im Sommer lädt der nahegelegene Lac de Madine zum Baden ein.

Weitere Bilder finden Sie auch auf cocorico trips.