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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Letztes Modul am Schulcampus Westend montiert

von Ilse Romahn

(19.06.2019) Die weltweit größte in Holzmodulbauweise errichtete Schule steht im Rohbau: Am Dienstag, 18. Juni, ist das letzte der rund 350 Holzmodule für den Schulcampus Westend montiert worden.

Christian Frauenstein, Bauleiter Firma Erne, Sigrid Eichler, stellvertretende Leiterin Amt für Bau und Immobilien, Stadtrat Jan Schneider, Clemens Lau, Firma Erne während der letzten Arbeiten am Rohbau
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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Nach Abschluss des Innenausbaus werden zu Beginn des kommenden Schuljahres mehr als 2000 Schüler des Adorno-Gymnasiums und der Holzhausenschule das Übergangsquartier an der Miquelallee beziehen. „Durch die Verwendung vorgefertigter Holzmodule erhalten wir in kürzester Zeit ein hochwertiges Gebäude mit rund 100 Klassenzimmern, Fachräumen, Mensa und zwei Schulhöfen“, betont Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien. „Dank des großen Engagements aller Beteiligter gelingt es uns, den äußerst ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten.“

Das Gebäude für die beiden Schulen wird in weniger als einem Jahr Bauzeit errichtet. Im September 2018 begannen die Erdarbeiten auf dem ehemaligen Sportplatz der Philipp-Holzmann-Schule. Seit Anfang 2019 wurden die bis zu 19 Meter langen und 20 Tonnen schweren Holzmodule montiert. Sie wurden im Werk der Firma Erne Holzbau in der Schweiz gefertigt und zeitgenau zur Baustelle in Frankfurt gebracht. Ein Autokran hob sie vom Tieflader und platzierte sie an der vorgesehenen Stelle des Gebäudes. Rund 5000 Kubikmeter Holz aus mitteleuropäischen Wäldern wurden für die Produktion der Module verwendet – eine Menge, die in deutschen Wäldern in nur 30 Minuten nachwächst. „Wir haben hier ein sehr nachhaltiges Gebäude“, betont Schneider. „Ein Holzbau verursacht nur ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen eines vergleichbaren Massivbaus.“

Nachhaltig ist die Investition von mehr als 50 Millionen Euro auch deshalb, weil die Holzmodule abgebaut und an anderer Stelle verwendet werden können, wenn sie nicht mehr für den Schulcampus Westend benötigt werden. Etwa fünf Jahre lang soll das Übergangsgebäude stehen. Dann wird die Holzhausenschule auf ihr saniertes Gelände an der Bremer Straße zurückkehren und das Adorno-Gymnasium wird seinen endgültigen Standort zwischen Hansaallee und Eschersheimer Landstraße beziehen. (ffm)