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Letzte Aktualisierung: 24.04.2018

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Karl Marx ein Romantiker?

Veranstaltung im Frankfurter Goethehaus am 24. April

von: I

(16.04.2018) "Was ist Romantik?" Gespräch mit Dr. Rainer Hank (F.A.Z.) und Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim)

Katharina Bach liest ausgewählte Gedichte von Karl Marx Dienstag, 24. April 2018, 19.00 Uhr, Arkadensaal des Goethe-Haus.

Vor zweihundert Jahren, am 5. Mai 1818, wird Karl Marx in Trier geboren. Die Welt kennt ihn als revolutionären Querkopf, ökonomischen Analytiker und Vordenker des 19. Jahrhunderts. Ein Marxist wollte Marx explizit nie sein. Aber was dann? Womöglich war er ein Romantiker.

Als angehender Poet verfasst Marx ein ‚Buch der Liebe’ und ein ‚Buch der Lieder’, dichtet im Stil von Jean Paul und E.T.A. Hoffmann und träumt davon, im „Reich der wahren Poesie“ ein angesehener Bürger zu werden. Später wurde sein unruhiger Geist von einem anthropologischen und prähistorischen Interesse gepackt. Marx‘ Neugierde galt den germanischen Vergemeinschaftungsformen der „Gehöferschaften“, wo allen alles zur Verfügung steht. Er schwärmte vom goldenen Zeitalter der freien germanischen Bauern und versenkte sich in den Traum archaischer Gesellschaften von Urhorden mit geduldeter Promiskuität, in denen es noch keine Familien gab, sondern nur das Gebot der Mütter. Am Ende seines Lebens war Marx, gewandelt vom einst utopischen zum dann rückwärts gewandten Romantiker, an sein Ziel gekommen – als ein Mythologe.

Marx als Romantiker? Darüber diskutieren der Wirtschaftsjournalist Dr. Rainer Hank (F.A.Z.) und der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Jochen Hörisch (Universität Mannheim).
Ausgewählte Gedichte Karl Marx‘ werden von der Schauspielerin Katharina Bach vorgetragen.

Eintritt: 8,- Euro / 4,- für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts
Informationen und Karten: Tel. (069)138800 / E- Mail: anmeldung@goethehaus-frankfurt.de