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Letzte Aktualisierung: 15.07.2019

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IHK begrüßt Stadtentwicklungskonzept für Frankfurt

„Roter Faden“ für Entwicklung von Wohnen und Gewerbe

von Ilse Romahn

(05.07.2019) Die Verfügbarkeit von Flächen für Gewerbe, Industrie und Wohnungsbau sind zentrale Themen für die IHK Frankfurt am Main. In einem Treffen stellte der Frankfurter Planungsdezernent Stadtrat Mike Josef dem IHK-Präsidenten Ulrich Caspar bei einem ersten Zusammentreffen die Ergebnisse des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für die Stadt Frankfurt (ISTEK) vor.

Stadtrat Josef und IHK-Präsident Caspar
Foto: Stadt Frankfurt / IHK-Frankfurt
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„Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept liegt nun ein ‚roter Faden‘ vor, der die verschiedenen Bedarfe und Aufgabenstellungen der Stadt insbesondere auch für das Gewerbe miteinander verbindet und eine ausgewogene Strategie vorgibt. Dies ist ein großer Schritt nach vorne“, sagte Caspar.

Eine Herausforderung für die Wirtschaft in der Metropolregion ist aus Sicht des IHK-Vertreters der Wettbewerb um Fachkräfte, für die wiederum die Versorgung mit Wohnraum ein zentraler Faktor ist. Von den 250 km2, die das Stadtgebiet umfasst, entfallen 25 Prozent auf landwirtschaftliche Nutzungen. Es ist aus Sicht der IHK zu begrüßen, dass es seitens der Stadt zunehmend erkannt wird, dass eine weitere Entwicklung der Stadt – wie seit Jahrhunderten – zu Lasten stadtnaher bisheriger landwirtschaftlicher Flächen erfolgen muss, ob neue Entwicklungsgebiete im Frankfurter Nordwesten auf beiden Seiten der A5 oder im Frankfurter Norden. Aber auch damit kann Frankfurt die hohe Nachfrage nicht befriedigen. Daher ist auch die Region aufgerufen Flächen zu entwickeln.“

Die Wachstumspotenziale für Gewerbeansiedlung seien im ISTEK berücksichtigt, hob Caspar hervor, wünschenswert wäre es jedoch, auch die im Konzept benannten Perspektivräume –  darunter ein mögliches neues Gewerbegebiet am Autobahnkreuz A5/A661 – ergebnisoffen für eine Entwicklung zu prüfen. In dem vor drei Jahren beschlossenen Masterplan Industrie der Stadt Frankfurt wurde ein Bedarf an Industrie- und Gewerbeflächen (außerhalb des Industrieparks Höchst)
von 128 ha bis 178 ha prognostiziert. Diesem Bedarf stand nur ein Angebot von 85 ha gegenüber.

„Ein vorrangiges Ziel der integrierten Stadtentwicklungsplanung muss es sein, den Unternehmen in der Stadt und Region langfristig Planungssicherheit zu geben. Deshalb ist es wichtig, hinsichtlich der zukünftigen Nutzungen Klarheit zu schaffen, um Risiken und Fehlinvestitionen zu minimieren, aber auch spekulationsbedingte Zurückhaltung bei der Flächenentwicklung zu verringern. Ein politischer Beschluss zum vorgelegten ISTEK einschließlich der Perspektivräume wäre daher wünschenswert und ein wichtiges Signal für die hiesige Wirtschaft“, so Caspar.

Mike Josef erläutert: „Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept möchten wir das Wachstum Frankfurts nachhaltig gestalten. Ich bekenne mich klar zum Ziel einer sozial- und klimagerechten Stadtentwicklung. Bezahlbare Wohnungen, attraktive Grünflächen und die Weiterentwicklung von Gewerbe und Industrie müssen zusammen betrachtet werden. Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept zeigen wir, dass wir 70.000 bis 90.000 Wohnungen schaffen, Perspektiven für Gewerbe und Industrie aufzeigen und den Grüngürtel sowie die Flussräume weiter qualifizieren können. Für mich gilt: Wer in Frankfurt arbeitet, muss sich auch das Leben in Frankfurt leisten können. Deshalb gehören Arbeiten und Wohnen für mich zusammen.“

Die IHK Frankfurt am Main hatte sich mit dem Thema Stadtentwicklung intensiv befasst und die Anforderungen der Wirtschaft im Januar 2016 vorgelegt.

Das Positionspapier finden Sie unter folgendem Link: www.frankfurt-main.ihk.de/images/broschueren/BRO%20IHK-Stadtentwicklung_A4_Web.pdf 
 
http://www.frankfurt-main.ihk.de -