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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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FDP Frankfurt fordert Aufrechterhaltung des hohen kulturellen Anspruchs

von Helmut Poppe

(02.09.2019) Aus dem gemischten Programm des Senders hr2-Kultur mit der Ausstrahlung von klassischer Musik kombiniert mit langjährig etablierten Wortsendungen, wie z.B. „Der Tag“, „Das Kulturcafé“, der Übertragung von Lesungen und weiteren Kulturbeiträgen soll ein „durchhörbares“ Klassikradio werden.

Die Kultursendungen sollen bei HR-Info ausgestrahlt bzw. im Internet abrufbar sein. Bereits kurz nach Bekanntgabe der Vorschläge haben die Pläne der Geschäftsleitung für lautstarke Proteste kulturell interessierter Hörerinnen und Hörer gesorgt, offene Briefe hervorgerufen und sogar eine Online-Petition ausgelöst.

„Wir als FDP sind die Digitalisierungspartei und stehen für Aufbruch und Zukunft. Von daher hat die Senderleitung unsere volle Unterstützung in ihrem Bemühen, geändertem Nutzerverhalten gerecht zu werden und neue Zielgruppen zu erschließen“, so Stefan von Wangenheim, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion. Das Anbieten von Kulturbeiträgen im Internet und als Podcast sei daher absolut zeitgemäß.

„Allerdings können wir nur schwer nachvollziehen, warum diese produzierten Beiträge dann nicht auch an ihrem etablierten Platz im Programm von HR2 gesendet werden sollen, zumal offensichtlich das Weiterbestehen der Sendungen nicht gesichert ist. Die Veröffentlichung der Umbaupläne in der Sommerpause und der Verzicht auf einen Plan B lassen schlimmeres befürchten“, so von Wangenheim weiter. „Der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk sollte auf die zahlreich geäußerte Kritik eingehen. Finanziert durch den Rundfunkbeitrag der Bürgerinnen und Bürger ist er für sein Publikum da, nicht andersherum.“

Das sich aus dem Rundfunkstaatsvertrag ergebende Alleinstellungsmerkmal eines nicht originär kommerziell orientieren Medienangebots ist Auftrag und Existenzgrundlage für den HR zugleich. „In diesem Sinne fordern wir auch den Rundfunkbeirat auf, darauf zu achten, dass der hohe kulturelle Anspruch nicht unter die Räder kommt und sich schlussendlich eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung finden lässt, ergänzt Frank Maiwald, Vorsitzender des FDP-internen Fachausschusses für Kultur.