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Letzte Aktualisierung: 17.08.2018

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Das Beethovenfest Bonn 2018 präsentiert fünf Konzerte im Rhein-Sieg-Kreis

von: Ilse Romahn

(16.07.2018) Zwischen dem 31. August und 23. September 2018 veranstaltet das Beethovenfest Bonn im Rhein-Sieg-Kreis fünf Konzerte an vier Spielorten. Königswinter: ein Konzert in der Rotunde des Steigenberger Grandhotels auf dem Petersberg. Siegburg: ein Konzert in der Rhein-Sieg-Halle und ein Konzert im Stadtmuseum Siegburg. St. Augustin: ein Konzert auf Schloss Birlinghoven. Bornheim-Brenig: ein Konzert in St. Evergislus.

»Das diesjährige Beethovenfest setzt mit seinem Motto ´Schicksal` erneut besondere musikalische Akzente. Entstanden sind herausragende Programme mit exzellenten Künstlern, die sicherlich wieder zahlreiche musikinteressierte Menschen begeistern. Grund genug für die Kreissparkasse Köln, das Beethovenfest im Rhein-Sieg-Kreis auch in diesem Jahr zu fördern. Durch unsere finanzielle Unterstützung werden die Eintrittspreise auf einem Niveau gehalten, dass sich möglichst viele Menschen einen Konzertbesuch leisten können«, sagt Alexander Wüerst, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Köln.

»Das Beethovenfest und der Rhein-Sieg-Kreis sind seit Jahren eine musikalische Symbiose: Keine Schicksalsgemeinschaft« sagt Thomas Wagner, Kulturdezernent des Rhein-Sieg-Kreises. »Die musikalischen Leckerbissen des Beethovenfestes sind eine Bereicherung für den Kreis und dessen wundervolle Spielorte für das Festprogramm. Der Rhein-Sieg-Kreis und Beethoven gehören unzertrennlich zusammen«,  sagt  Thomas Wagner für den Rhein-Sieg-Kreis.

Das Beethovenfest Bonn unter der künstlerischen Leitung von Nike Wagner steht 2018 unter dem Motto »Schicksal«. Der Begriff des Schicksals ist eng mit dem Leben und Werk Beethovens verbunden. Der Musiker ist dem Unausweichlichen – seiner frühen Ertaubung – aber mit stupender Schaffenskraft begegnet.

Nike Wagner, Intendantin des Beethovenfestes Bonn: »Wir freuen uns, auch 2018 wieder im Rhein-Sieg-Kreis zu Gast zu sein. Unter dem Motto »Schicksal« bringen wir ein breit gefächertes Programm mit hervorragenden Konzerten an die Spielstätten dieser kulturell aufgeschlossenen Region.« 

Mit »Rapsodie nègre« stellt sich Francis Poulenc 1917 der Öffentlichkeit mit einem provokativ-respektlosen Werk vor, während sein »Le bal masqué« das Flirren und Changieren der Lichter von Paris assoziiert. Igor Strawinsky hat 1918 mit der »Geschichte vom Soldaten« ein ebenfalls klein besetztes Werk geschrieben, das von der Kälte kriegerischer Schicksale erzählt. In ihrem Bonner Konzert stellt das Oxalys Ensemble zusammen mit Bariton und musikalischem Leiter Dietrich Henschel diese Werke einander gegenüber (5.9.).

Berlin Counterpoint nennt sich eine 2007 gegründete Formation junger Musiker, die Bläserkammermusik auf internationalem Niveau in die Konzertsäle trägt. Im Zentrum ihres Festivaldebüts steht das Bläserquintett op 16 des jungen Beethoven -  noch in der Tradition Mozarts, jedoch schon mit schroffen Akzenten.  Den Programmauftakt bilden die von Bartók inspirierten Bagatellen von György Ligeti und zur Abrundung erklingt Maurice Ravels »Le tombeau de Couperin« in einer Fassung für Bläserquintett (8.9.).

30 Jahre Minguet Quartett - zu seinem Jubiläum zeigt das Ensemble die ganze Bandbreite seines Könnens. Den Auftakt bildet Paul Hindemiths virtuose Parodie einer Kurkapelle, gefolgt von der Hommage des jungen Rossini an die gehobene Gesellschaftsmusik Haydns und Mozarts. Und schließlich erklingt Wolfgang Rihms Streichquartett zu Ehren des venezianischen Malers Emilio Vedova. Zum schicksalsschweren Schluss Brahms‘ erstes Streichquartett (12.9.).

In den Walliser Alpen, im Gletschergebiet rund um Matterhorn und Monte Rosa drehte Arnold Fanck in 4.000 Meter Höhe einen spektakulären Dokumentarfilm voller atemberaubender Aufnahmen. Er hält das wilde Toben eines Schneesturms ebenso eindrucksvoll fest wie die feierliche Stille der Eisgrate. Die überwältigende Kraft der Natur kontrastiert er mit den Versuchen der winzig wirkenden Menschen, die Berge zu bezwingen ... Eine Alpensymphonie in Bildern mit der Musik von Paul Hindemith (15.9.)

Der Pianist Dénes Várjon ist in diesem Jahr nicht nur solistisch, sondern auch im Duo mit seiner Frau Izabella Simon zu hören. Zu Beginn ein Werk von Robert Schumann – Debussys Bearbeitung hat einen Geniestreich daraus gemacht. Mit einem eigenen späten Werk – »En blanc et noir« von 1915 – gab Debussy dem französischen Patriotismus jener Kriegsjahre Ausdruck. Im amerikanischen Exil zu Ende geführt, wurde Bartóks »Mikrokosmos«. Am Schluss die Krönung: Beethovens »Große Fuge« – ursprünglich ein Streichquartett-Finalsatz, vom Komponisten selbst für Klavier bearbeitet (16.9.).

Beim Beethovenfest Bonn 2018 sind 31.000 Eintrittskarten für ein Hauptprogramm von 57 Veranstaltungen an 25 Spielstätten in Bonn und Umgebung im Verkauf. Ermöglicht wird dies durch die Zuwendung der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises sowie durch die projektbezogene Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen. 37,7% davon sind Erträge aus öffentlichen Zuwendungen (Stadt Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen). Die restlichen Mittel werden durch die Gesellschaft der Internationalen Beethovenfeste Bonn gGmbH von Sponsoren und Stiftungen sowie durch Spenden, den Verkauf von Eintrittskarten und Medienverwertung eingeworben.

Das ausführliche Programmbuch zum Beethovenfest Bonn 2018 kann unter info@beethovenfest.de angefordert werden.

Eintrittskarten für die Konzerte im Rhein-Sieg-Kreis sowie alle anderen Konzertes des Festivals sind bei Bonnticket und allen bekannten Vorverkaufsstellen im Vorverkauf erhältlich. Telefonische Bestellungen unter (0228)50201313 (Mo–Fr 8–20 Uhr, Sa 9–18 Uhr, So 10–16 Uhr).