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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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Commerzbank blickt erfolgreich auf 2018 zurück

von Karl-Heinz Stier

(21.03.2019) Die Commerzbank Frankfurt hat auch im vergangenen Jahr Kunden gewonnen und ihr verwaltetes Vermögen gesteigert. Im Privatgeschäft der Marktregion Mitte, die etwa die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland umfasst, stieg die Zahl der Kunden um 19 000, davon allein um 3.100 in Frankfurt.

„Damit konnten wir unsere Kundenzahl seit Ende 2016 um 46 000 auf heute 1,25 Millionen steigern“, sagte Commerzbank-Bereichsvorstand Frank Nierhaus. Das Bestandsvolumen in der Marktregion stieg um 2,5 Prozent auf  46 Milliarden Euro. Ein Grund dafür ist unser kostenloses Girokonto, das wir weiter anbieten“.

Im Kreditgeschäft hätten niedrige Zinsen und die gute wirtschaftliche Lage das Wachstum in Frankfurt angekurbelt. Es seien 2018 in der Region Ratenkredite von mehr als 295 Millionen Euro abgeschlossen worden – ein Zuwachs von 30 Prozent. Das Neugeschäft mit Immobilienfinanzierungen wurde bei 2,3 Milliarden Euro (Frankfurt: 577 Millionen) registriert. „Damit haben wir fast unser Rekordergebnis von 2017 erreicht. Das zeigt, dass der Immobilienboom im Rhein-Main-Gebiet noch längst nicht zu Ende ist“. Auch Modernisierungsprojekte gehörten dazu.

Nierhaus vertrat die Auffassung, dass viele Menschen bei  Geldanlagen „weiter Geld verschenken“. Man wisse, dass man investieren soll, spare aber trotzdem zu Niedrigzinsen. „Knapp 15 Milliarden Euro liegen allein bei der Commerzbank Mitte unverzinst auf Konten, davon 5 Milliarden in Frankfurt. Wer Vermögen haben will, muss anlegen statt sparen“. Was nicht gerade vorteilhaft in diesem Zusammenhang  gewesen sei, waren die Verluste an den Börsen beim Wertpapiergeschäft (minus 18 Prozent) im letzten Jahr.

Die Nutzung der Banking App habe 42 Prozent angenommen. Dennoch werde man auf die Filialen (rund 1 000) nicht verzichten. „Wenn wir wachsen wollen, müssen wir bei unseren Kunden sein“, meinte Nierhaus. Deshalb investiere die Commerzbank rund 20 Millionen Euro in die neue Flagship und City-Filialen.

Erfolgreiche Entwicklung 2018 auch bei den Firmenkunden. Die Mittelstandsbank  konnte im vergangenen Jahr 450 neue Kunden gewinnen (ein Minus von 25 Prozent). Dagegen stieg ihr Kreditvolumen in der Marktregion Mitte um 7 Prozent auf knapp 5,8 Milliarden Euro. „Wir wollen mit innovativen Finanzlösungen für Firmenkunden weiter wachsen“, so Michael Kotzbauer, Bereichsvorstand Firmenkunden in der Mitte. Als Beispiel nannte er einen datenbasierten „Pay-per-Use“-Kredit. Die Tilgungsbelastung erfolge dabei  nicht in festen Raten, sondern nach der Laufzeit der Maschinen.

Die Commerzbank sei der führende Finanzierer des deutschen Mittelstandes und wickle rund ein Drittel des deutschen Außenhandels ab, insbesondere mit ihrem Auftritt auf dem asiatischen Markt. „Wir sind global vernetzt und in 50 Ländern weltweit vertreten. Das ist ein klarer Wettbewerbsvorteil“, erklärte Kotzbauer.

In einem Ausblick auf das laufende Jahr 2019 erwarten beide Referenten für die Wirtschaft in Deutschland ein schwächeres Wachstum,  eine „Wachstumsverlangsamung“: für Deutschland 0,6 Prozent, für den Euroraum 0,9 Prozent. Ursache sei u.a. ein nachlassender Schwung aus dem China-Geschäft und Risikofaktoren wie der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt und der Brexit. Eine Zinserhöhung der EZB werde frühestens im März 2020 proklamiert, allerdings kein Beginn eines Zinserhöhungszyklus.