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Letzte Aktualisierung: 25.03.2019

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Captain James Cook: Ein Aufklärer in der Südsee und der koloniale Staat

Veranstaltung mit Prof. Karl-Heinz Kohl im Museum Angewandte Kunst am 19. März

von Ilse Romahn

(11.03.2019) Aufgrund seiner vielen Forschungsreisen in den Südpazifik erwarb sich James Cook die Anerkennung der Aufklärer. Lichtenberg und Goethe bewunderten ihn, für Georg Forster verkörperte er gar den „Genius“ seines Zeitalters. Sein Ruhm wurde durch seinen tragischen Tod auf Hawaii noch verstärkt.

Prof. Dr. Karl-Hein Kohl
Foto: KGV
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Tatsächlich aber dienten seine Reisen nicht allein wissenschaftlichen Zielen, sondern der britische Staat verfolgte mit Cooks Entdeckungsunternehmen auch koloniale Absichten. Vor diesem Hintergrund soll sein Umgang mit der einheimischen Bevölkerung der polynesischen Inselwelt diskutiert werden.

Im Blick auf aktuelle Debatten interessiert dabei vor allem, unter welchen Umständen er Artefakte erwarb, die bis heute den Grundstock vieler ethnografischer Sammlungen bilden.

Die Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Karl-Heinz Kohl am 19. März im Museum Angewandte Kunst (Schaumainkai 18) beginnt um 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Referent Prof. Dr. Karl-Heinz Kohl studierte Religionswissenschaft, Ethnologie, Geschichte und Philosophie. Nach seiner Promotion und Habilitation führten ihn ethnografische Feldforschungen nach Neuguinea, Ostindonesien und Afrika. Er lehrte dann Ethnologie in Mainz, New York und Frankfurt. Zurzeit ist er Gastprofessor für Kulturgeschichte des Altertums an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Kohl publiziert regelmäßig und hat zahlreiche Bücher und Texte für Ausstellungskataloge verfasst.