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Letzte Aktualisierung: 15.10.2018

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Business Energieeffizienz-Netzwerk zieht positive Zwischenbilanz

Dieser Artikel wurde eingestellt von Ilse Romahn

(19.09.2018) Die 15 Mitglieder des Frankfurter Business Energieeffizienz-Netzwerks (BEEN) wollen gemeinsam rund 5.000 Tonnen Kohlendioxid und 17.500 Megawattstunden Energie einsparen – das entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 3.000 Einpersonenhaushalten. Rund 400.000 Bäume müssten gepflanzt werden, um diese Menge an Kohlendioxid zu kompensieren.

Mitglieder des Frankfurter Business Energieeffizienz-Netzwerks (BEEN)
Foto: Quelle: ABGnova
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Drei Jahre haben sich die Unternehmen dafür Zeit gegeben, diese Ziele gemeinsam zu erreichen. Dazu hat sich jeder Teilnehmer verpflichtet, innerhalb dieses Zeitraums mindestens ein energiesparendes Projekt umzusetzen. Im März 2017 gegründet, zogen die Netzwerkteilnehmer jetzt ein Zwischenfazit.

Der von Mainova und der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK) ins Leben gerufene Zusammenschluss hat inzwischen die ersten Projekte auf den Weg gebracht. Diese und die weiteren geplanten Maßnahmen reichen von der energetischen Optimierung der technischen Anlagen und Steuerungen bis hin zur Erneuerung. Die Unternehmen, die sich im BEEN unter dem Motto „Zusammen mehr erreichen“ organisiert haben, stammen aus ganz unterschiedlichen Branchen – darunter Finanzwirtschaft, IT, Hotelgewerbe, Facility Management, Industrie, Verkehr oder Luftfahrt.

Insgesamt können Gewerbe und Industrie einen bedeutenden Beitrag leisten, um die Ziele der Energiewende zu erreichen. Diese Sektoren haben einen gemeinsamen Anteil von rund 45 Prozent am gesamten Energiebedarf in Deutschland. Hier bestehen große Potenziale zur Energieeinsparung und damit einer Reduzierung von Treibhausgasen. Mainova-Vorstandsmitglied Norbert Breidenbach betonte: „Das Business Energieeffizienz-Netzwerk entwickelt sich sehr positiv. Die Mitglieder arbeiten hervorragend zusammen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich die Idee, mittels Netzwerken Effizienzpotenziale zu erschließen, bewährt. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir weitere erfolgreiche Effizienzprojekte vorantreiben und so einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende mit dem Ziel einer klimaneutralen Energieverwertung erreichen.“

Matthias Gräßle Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt, ergänzte: „Die Beteiligung an einem Energieeffizienz-Netzwerk ist weit mehr als ein einfacher Erfahrungsaustausch. Freiwillig, selbstorganisiert und eigenverantwortlich leisten die teilnehmenden Unternehmen mit ihren Effizienzmaßnahmen einen konkreten Beitrag, die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Als IHK Frankfurt am Main unterstützen wir dies und setzen uns dafür ein, noch mehr
Energieeffizienz-Netzwerke in der Region zu gründen.“

Jedem Unternehmen des BEEN steht während der Projektlaufzeit ein Energieberater zur Seite. Dieser betreut die Firmen bei der Auswahl und Umsetzung der Projekte und unterstützt sie unter anderem auch bei der Beantragung von Fördermitteln. Außerdem tauschen sich die Teilnehmer auf regelmäßigen Netzwerktreffen über ihre Vorhaben aus und profitieren so von den Erfahrungen der anderen.

Hintergrund des gemeinsamen Engagements ist das Ziel der Bundesregierung, den Primärenergieverbrauch bis 2050 zu halbieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Bundesregierung zusammen mit den Industrieverbänden die Aufsetzung von 500 Energieeffizienz-Netzwerken vereinbart. Mainova hat mit dem BEEN und dem Immobilien-Netzwerk, das verlängert wurde, bereits zwei solcher Netzwerke initiiert. Ein drittes steht in den Startlöchern. Nach Angaben der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke tauschen sich bereits rund 1.800 Unternehmen in den bisher 200 gegründeten Netzwerken über Energieeffizienz und neue Potenziale aus.