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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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Ausbau des Radwegenetzes in Frankfurt sollte Hauptverkehrsachsen offen halten

von Ilse Romahn

(19.06.2019) „Die Frankfurter Verkehrspolitik sollte sich mehr an einem funktionierenden Verkehr als an der Bevorzugung einzelner Verkehrsmittel orientieren“, betont der Präsident der IHK Frankfurt, Ulrich Caspar.

„Die Bedeutung des Radverkehrs wächst und wird von uns nicht gering geschätzt. Im Blick auf seine Bedeutung für die Mobilitäterfordernisse der Stadt und der Region und insbesondere ihrer Wirtschaft sollte der Radverkehr aber mit Augenmaß entwickelt werden. Dass Hauptverkehrsachsen in ihrer Leistungsfähigkeit jetzt massiv beschnitten werden, ist für die Erreichbarkeit von Unternehmen bedenklich. Solche Einschränkungen, die ohne Anhörung der Wirtschaft beschlossen werden und eine Verschlechterung der Verkehrssituation erwarten lassen, ist zu kritisieren“, so Caspar.

Die Mitgliedsunternehmen der IHK sind auf einen funktionierenden Verkehr hinsichtlich ihrer eigenen Transporte, ihrer Lieferanten und Kunden, aber auch für ihre Mitarbeiter angewiesen. 65 Prozent der Beschäftigten in Frankfurt kommen aus dem Umland; dies sind rund 370.000 Pendler.

„Wir brauchen ein integrierendes Verkehrskonzept der Stadtregierung, das vor allem die Hauptverkehrsströme offenhält. Wenn die Hauptachsen flüssigen Verkehr erlauben, gehört im Nahbereich sicher auch das Fahrrad zu einem urbanen Verkehrssystem, soweit dies den Anforderungen von wirtschaftlicher Funktionalität gerecht wird“, führt Präsident Caspar weiter aus. 

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