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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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9 600 Personen mit „Aufstiegs-BAföG“ bei beruflicher Weiterqualifikation unterstützt

von Helmut Poppe

(12.07.2019) Zahl der geförderten Frauen hat sich erhöht Anzahl der Geförderten nach AFBG im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen Mehr Geförderte in Vollzeit als in Teilzeit

Aufstiege-BAföG
Foto: HSL
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Staatlich anerkannte Erzieherin bzw. staatlich anerkannter Erzieher der am häufigsten geförderte Beruf
Im Jahr 2018 erhielten in Hessen 9 595 Personen Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG), das waren 446 Personen oder 4,9 Prozent mehr als im Jahr 2017. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, stieg vor allem die Anzahl der Frauen unter den Geförderten auf 3 696 oder um 12,8 Prozent an. Die Zahl der Männer blieb mit 5 899 fast unverändert. Insgesamt dominierten unter den nach AFBG Geförderten allerdings nach wir vor die Männer. Ihr Anteil sank zwar um rund 3 Prozentpunkte im Vergleich zu 2017, lag aber immer noch bei 61 Prozent.

Der gefragteste Beruf mit einer Fortbildungsmaßnahme nach dem Aufstiegs-BAföG war 2018 die staatlich anerkannte Erzieherin bzw. der staatlich anerkannte Erzieher mit 1 910 Geförderten. Ähnlich wie in den Vorjahren lag bei den Männern der geprüfte Industriemeister Metall (601), gefolgt vom Kraftfahrzeugtechnikermeister (301), dem Elektrotechnikermeister (301) und dem staatlich geprüften Maschinenbautechniker (300) ganz vorne. Die häufigsten Berufe bei den Frauen waren die staatlich anerkannte Erzieherin (1637), gefolgt von der Osteopathin (206) und der geprüften Wirtschaftsfachwirtin (185).

Von den insgesamt 9 595 geförderten Maßnahmen wurden 5 066 Geförderte in einer Vollzeit- und 4 529 in einer Teilzeitausbildung unterstützt. Die Zahl der Geförderten in Vollzeitausbildung stieg um 289, die der Geförderten in Teilzeitausbildung um 157 gegenüber 2017. Von 2002 bis 2015 befand sich die Mehrzahl der Geförderten in Teilzeitausbildung. Seit 2016 dominiert die Vollzeitausbildung. Insgesamt waren, wie in den vergangenen Jahren, die Geförderten in einer Vollzeitausbildung jünger als diejenigen in einer Teilzeitausbildung. Rund 84 Prozent waren jünger als 30 Jahre, der entsprechende Anteil unter den Teilzeitfällen lag bei 56 Prozent.

Die Summe der bewilligten Förderleistungen lag bei knapp 40,8 Millionen Euro. Die bewilligten Förderleistungen setzten sich aus 17,2 Millionen Euro Zuschuss und 23,5 Millionen Euro Darlehen zusammen. Von den bewilligten Darlehen wurden 16,5 Millionen Euro in Anspruch genommen. Gegenüber 2017 stieg die Summe der bewilligten Förderleistungen um rund 2,9 Millionen Euro. (HSL)