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Letzte Aktualisierung: 18.09.2019

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»Siddhartha« von Hermann Hesse am 6. Juni in Kammerspiele

von Ilse Romahn

(28.05.2019) Siddhartha ist Brahmane, Bettelmönch, Kaufmann und Würfelspieler – er ist ein Mensch auf der Suche. Wissbegierig, verständig, demütig, so ist der junge Brahmane. Er löst sich aus seinen familiären Beziehungen, um den Weg der Askese und Weisheit zu gehen.

Doch selbst die Begegnung mit dem Buddha Gotama lässt ihn unbefriedigt zurück. Siddhartha gibt sich daraufhin einem hedonistischen Leben hin, – immer noch unerfüllt. Erst spät lernt er kennen, was Glück für ihn bedeutet.

Hermann Hesses »indische Dichtung« ist von großer Sprachmacht und Faszinationskraft. Einfach und klar leuchtet sie seit ihrer Erstpublikation 1922 wie aus einer anderen Welt zu uns. Der Kontrast zwischen der materialistischen, rationalen Welt des Westens und östlicher Philosophie ist nicht neu, und doch steckt darin das provozierende Material der Erzählung. Siddharthas »Heldenreise zur Erleuchtung« kommt uns wie eine Überwindung alles Weltlichen vor. Was heißt Freiheit wirklich?

»Siddhartha« kommt in einer schlanken Bearbeitung der Regisseurin Lisa Nielebock auf die Bühne der Kammerspiele. Ihre Inszenierung erzählt den Stoff fokussiert auf das Ensemble, in extremer Reduktion – ganz gegenwärtig und emotional dicht.

Unter der Regie von Lisa Nielebock spielen Torsten Flassig, Anna Kubin, Jana Schulz, Wolfgang Vogler und Uwe Zerwer.

Die Premiere am 6. Juni beginnt um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen: 13./14./24./26. Juni 2019.

www.schauspielfrankfurt.de