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Letzte Aktualisierung: 23.05.2019

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"Starke Stücke“ werden in 41 Orten gespielt

25 Jahre Theaterfestival für junges Publikum Rhein-Main

von Karl-Heinz Stier

(08.03.2019) Zwei Gestalten kommen aus dem Schatten und finden einen Sack Erde. Sie erschaffen Tiere, Länder, Leben und Liebe daraus. Erzählt wird die Geschichte der Erde und die Schöpfung der Menschen.

Bildergalerie
Die „isländische Kompanie 10 fingers“ zeigt spielerisch und ohne Worte die Geschichte der Erde und die Entstehung des Menschen – mit Hilfe eines Sacks voll Erde
Foto: Karl-Heinz Stier
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Programm und Plakat der „Starken Stücke“ zum Jubiläumsjahr
Foto: Karl-Heinz Stier
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Es erläuterten das Programm (v.r.n.l.): Naja Blickle Projektleiterin der Festspielleitung, Susanne Freiling Theaterhaus Frankfurt und Festspielleitung, Detlef Köhler, künstlerischer Berater der Festspielleitung, Sabine von Bebenburg, Geschäftsführerin KulturRegion FrankfurtRheinMain und Johanna Kiesel, Kulturreferentin der Stadt Eschborn.
Foto: Karl-Heinz Stier
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„Life – a MudPie“ zeigt spielerisch und ganz ohne Worte, wie alles aus der Erde aus dem Nichts ersteht. Ein Stück über den Kreislauf des Lebens und eines von den 21 Inszenierungen, die  von der „isländische Kompanie 10 fingers“ produziert wird – am 22. und 23.März im Gallus Theater in Frankfurt und am 24. und 25. März in der Centralstation in Darmstadt.

Das internationale Theaterfestival „Starke Stücke“ bringt vom 19. März bis 1. April anlässlich ihres Jubiläums in 100 Vorstellungen an 41 Spielorten in der Region Rhein-MainTheatererlebnisse für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie auf die Bühne. „1994 mit drei Veranstaltern begonnen, hat sich das Festival mit aktuell 29 beteiligten Institutionen zu einem der größten und erfolgreichsten deutschen Kinder– und Jugendtheaterveranstaltungen in Deutschland  entwickelt“, so  Sabine von Bebenburg, Geschäftsführerin der Kulturregion FrankfurtRheinMain. Zu Gast sind diesmal Künstlerinnen und Künstler aus Belgien, Frankreich, der Schweiz, Norwegen, Schweden, Island, Israel und Deutschland. Sie laden mit Tanz und Musik, skurrilen Objekten und Figuren in teils ungewöhnlichen Kulissen und Spielorte ein. Auf dem Programm stehen Akrobatik in einem umgebauten LKW, Schauspiel mit Pop-up Büchern inmitten einer Bücherei oder Theater ohne Menschen mit Robotik und 3-D-Technologie.

Ziel des Festivals mit dem Logo eines sympathischen Nashorns ist es, Jugendliche und auch Erwachsene generationenübergreifend und unabhängig von sprachlichen und kulturellen Hintergründen für Theater zu begeistern. 2019 liegt der Schwerpunkt auf lnszenierungen, die alle Altersgruppen gleichermaßen ansprechen. Die aktuellen Themen der Stücke sind die Lebensrealitäten junger Menschen. „Dabei sollen sie den Blick gerade für die kleinen Dinge im Leben schärfen“, so Susanne Freiling vom Theaterhaus Frankfurt und Festspielleiterin.

Den Auftakt zum Jubiläum macht am 19. März im Rahmen der Eröffnungsfeier des Festivals in der Stadthalle in Eschborn zweimal das Stück „Der Bär, der nicht da war“, ein philosophisches Musiktheaterstück der Theatergruppe Marabu aus Bonn für Kinder ab 4 Jahren. Das Stück geht über ein Bär, der sich von Juckreiz getrieben auf die Suche nach der eigenen Identität begibt und wird auf sechs Bühnen im Rhein-Main-Gebiet gezeigt (Sprendlingen, Friedberg, Dreieich, Theaterhaus Frankfurt, Theater Moller Haus in Darmstadt und in Maintal-Bischofsheim).

Für alle Altersstufen ab zehn Jahren geeignet ist das pantomimische Stück „Garage“ vom Circa Theater aus dem norwegischen Trondheim. Es handelt von zwei risikofreudigen Mechanikern, vielen stinkenden und klappernden Maschinen und einem Huhn, das Eier legt.

Ein Stück, das an einem ganz besonderen Ort spielt, ist „Do’s and Don’ts“ der Künstlergruppe Rimini  aus Berlin. Es wird an mehreren Terminen im Künstlerhaus Mousonturm gastieren. Von hier aus begibt sich die die Künstlergruppe mit ihrem Publikum in einem umgebauten LKW auf eine zweistündige Busfahrt quer durch Frankfurt und Offenbach und nimmt dabei die urbanen Regeln und Normen des Miteinanders unter die Lupe.

Das diesjährige Rahmenprogramm bietet mit Festivaltreffs, Diskussionsrunden und Projektpräsentationen viele Gelegenheiten zum Austausch und zur Begegnung zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Publikum und Projektbeteiligten.  Nähere und weitere Infos unter stst@krfrm.de und (069)25771763.

Unter dem Titel „Starke Stücke“ erscheint in den  nächsten Tagen auch ein Buch mit einem Rückblick über  das 25jährige Bestehen, herausgegeben von Wolfgang Schneider und Nadja Blickle im Eigenverlag.